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Drei
Bürgermeister
bei der
Stimmabgabe
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Pfahlbaubier:
Karl Dovjak
(Keutschach)
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Häusl-Benz
(Pörtschach)
sowie Igor
Godeas aus der
Keutschacher
Partnergemeinde
Medea (Italien).
Drei Bürgermeister bei der Stimmabgabe für das Pfahlbaubier: Karl Dovjak (Keutschach) und Silvia Häusl-Benz (Pörtschach) sowie Igor Godeas aus der Keutschacher Partnergemeinde Medea (Italien). © Isopp

Pfahlbauten sind Teil des UNESCO-Welterbes:

„Keutschacher Pfahlbaubier“ wurde gekürt

Keutschach – In der Pyramidenkogel-Gemeinde Keutschach am See gibt es jetzt ein eigenes Bier, das "Keutschacher Pfahlbaubier", das am Samstagabend, dem 6. Juli, im Rahmen des 20. Keutschacher Dorffestes bei einer Verkostung von einer 160-köpfige Jury gewählt wurde.

 2 Minuten Lesezeit (343 Wörter)

Mit dem „Keutschacher Pfahlbaubier“ soll daran erinnert werden, dass vor rund 6.000 Jahren Menschen auf einer Insel im Keutschacher See gesiedelt hatten und die Überreste dieser Pfahlbauten Teil des UNESCO-Welterbes sind.

Aus dem Leben der Jungsteinzeit

„Wir wollen über das Keutschacher Pfahlbaubier den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie allen Gästen unserer Gemeinde das Leben und Wirken der Menschen aus der Jungsteinzeit näherbringen“, erklärt Bürgermeister Karl Dovjak die „bierige“ Aktion. Man sei stolz, auf eine so lange kulturhistorische Tradition zurückblicken zu können. Das Bier sei zu hundert Prozent ein regionales Produkt, ebenso wie die eigens angefertigten Bierdeckel und die nach dem Vorbild der am Grunde des Sees gefundenen jungsteinzeitlichen Tongefäße hergestellten Trinkkrüge. Dovjak: „All dies zusammen soll Identität, Regionalität und historische Information vermitteln.“

Vertrieb über den Handel ist nicht vorgesehen

Das „Pfahlbaubier“ wird bei den im Gemeindegebiet ansässigen Gastronomen ausgeschenkt, ein Vertrieb über den Handel ist derzeit nicht vorgesehen. Dovjak: „Wir wollen vorrangig die regionale Gastronomie stärken beziehungsweise unterstützen“. Launige Informationen werden auch auf den Bierdeckeln zu finden sein, und zwar auf der Oberseite jeweils eine Frage und auf der Unterseite die dazu passende Antwort. So heißt es etwa: „Tranken die Pfahlbaumenschen schon Bier?“ – „Ziemlich sicher, und zwar leichte Biere aus Einkorn, Emmer (Weizen), Gerste, Kräutern und wilder Hefe. Na dann, Prost!“

Pfahlbauten sind UNESCO-Welterbe

Eine der treibenden Kräfte bei der Verwirklichung des „Keutschacher Pfahlbaubieres“ ist Dr. Lieselore Meyer, Site Managerin des Kuratoriums Pfahlbauten in Kärnten. Sie sieht darin „eine spannende Möglichkeit, um über die Zeit vor 6.000 Jahren und das UNESCO-Welterbe ins Gespräch zu kommen“. Denn nur über das Gespräch könne es gelingen, Bewusstsein und Identität zu schaffen und den Menschen ihr Welterbe bewusst zu machen.

Keutschach am See verfügt jetzt also nicht nur über den weltweit höchsten Holz-Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel, ein UNESCO-Welterbe inmitten seines Sees und über eine eigene Währung, den „Rübentaler“, sondern mit dem „Pfahlbaubier“ auch über ein gemeindeeigenes Hopfengetränk.

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