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Besonders die weiblichen Affen sind von der Klimaveränderung betroffen
Besonders die weiblichen Affen sind von der Klimaveränderung betroffen © Abenteuer Affenberg/Klaus Freithofer

Einfluss des Klimawandels auf Makaken und ihr Verhalten untersucht

Klimawandel: Kärntner Affenberg-Studie sorgt für weltweites Aufsehen

Landskron – Eine maßgeblich in Kärnten durchgeführte und international koordinierte Studie zum Thema Klimawandel wurde in einem weltweit anerkannten Journal abgedruckt

 3 Minuten Lesezeit (366 Wörter) | Änderung am 09.07.2019 - 18.16 Uhr

„Konkret hat die Lehr- und Forschungseinrichtung der Universität Wien mit ihrer Außenstelle am Affenberg Landskron in Kooperation mit der Universität Kyoto und der Universität Leuven eine interessante Studie in Bezug auf die Japanmakaken veröffentlicht, welche vom weltweit angesehenen Journal „American Journal of Primatology“ abgedruckt wurde. Der Studie liegt ein ‚Meilenstein in der Verhaltensforschung‘ zu Grunde“, weiß Landeshauptmann Peter Kaiser zu berichten.

Klima nimmt Einfluss auf unser Leben

Die Studie – „Wie die Sonne die Reproduktion von nicht-menschlichen Primaten beeinflusst“ – „On the sunny side of (new) life“ – ist ein Beweis dafür, dass das Klima Einfluss auf das Leben nimmt. Es wirft die Frage auf, ob es in Zukunft günstiger sein wird im „sunny side of life“ zu leben oder ob wir andere Strategien zum Überleben brauchen werden?

Nach Beobachtungen am Affenberg in Landskron – wo seit über 20 Jahren Japanmakaken unter semi-freien und sehr naturnahen Bedingungen leben – wurde der Zeitpunkt der Geburten untersucht. Explizit ging es um die Einflüsse von Umweltbedingungen auf das Alter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Babys. Neben der Temperatur, Regen, Gruppengröße und Geschlechterverhältnis wurde erstmals auch der Einfluss von Sonnenschein untersucht.

Sonneneinstrahlung wirkst sich auf Reproduktion der Affenweibchen aus

Die Studie ergab, dass die Sonneneinstrahlung zu Beginn der Pubertät den stärksten Einfluss hatte. Waren Weibchen in dieser Zeit stärker der Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so waren sie bei ihrer ersten Geburt jünger. Für die Reproduktion in jungen Jahren spielen neben viel Sonne aber auch moderate Temperaturen eine wichtige Rolle – das unterstreicht die Wichtigkeit des kalten Winters.

„Die nahe Verwandtschaft zwischen Makaken und Menschen soll auch Antworten auf die Frage geben, was in Zukunft der Klimawandel mit uns macht?“, erwähnt Kaiser. Die Einrichtung in Landskron habe sich jedenfalls zu einem internationalen beachteten Forschungsstandort entwickelt.

Details zur Studie

Im Bereich der Verhaltensforschung arbeiten die Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien und die Affenberg Zoobetriebsgesellschaft mbH in Villach-Landskron bereits seit 2014 zusammen. 2016 wurde am Affenberg ein Forschungszentrum für professionelle Primatenforschung in Österreich gegründet. Das war die Basis für die Außenstelle der Universität Wien die dieses Jahr am Affenberg offiziell errichtet wurde.

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