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Wirtschaft - Kärnten
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Klimafreundliche Heizsysteme liegen im Trend

Kärnten ist Vorreiter beim Ausstieg aus Öl und Gas

Kärnten – LRin Schaar: Kärnten geht mit zukunftsweisenden Initiativen und Förderrichtlinien schon länger einen energiebewussten, klimafreundlichen Weg. Zehn Gemeinden wollen „ölkesselfrei“ werden. Der Heizölverbrauch hat sich seit 2005 halbiert.

 4 Minuten Lesezeit (517 Wörter) | Änderung am 12.07.2019 - 07.06 Uhr

Im Bereich der erneuerbaren Energien hat Kärnten österreichweit bereits heute die Nase vorn. „Mit einem Anteil von knapp 100 Prozent erneuerbarer Energie beim Strom und von über 61 Prozent bei der Raumwärme sind wir im Spitzenfeld“, hält Umwelt- und Energiereferentin Sara Schaar fest. Im Vergleich dazu kommt Österreich insgesamt im Bereich der Raumwärme erst auf einen Anteil von 39,6 Prozent (Quelle: Statistik Austria, 2017).

Aktiver Klimaschutz durch erneuerbare Heizsysteme

Die Kärntner Vorreiterrolle im Bereich der erneuerbaren Raumwärme werde stetig mit zukunftsweisenden Initiativen und attraktiven Förderungen für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare, klimafreundliche Heizsysteme ausgebaut, betont Schaar. Bei der heuer ins Leben gerufenen Initiative „Ölkesselfreie Gemeinden und Städte“ sind bereits zehn Kärntner Gemeinden mit an Bord. „Mich freut das große Interesse der Kommunen, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren. Die teilnehmenden Gemeinden verfolgen alle ein Ziel, nämlich erste ölkesselfreie Gemeinden Österreichs zu werden“, so Schaar. „Ziel der landesweiten Aktion ist es, Haushalte, die noch mit Öl heizen, mit Informationen und kostenlosen Energieberatungen zu erreichen und sie mit finanziellen Anreizen zum Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme zu motivieren.“

Heizöl Verbrauch in Kärnten halbiert

Der Heizöl-Verbrauch hat sich in Kärnten im Zeitraum von 2005 (9.609 TJ Heizöl) bis 2017 (4.401 TJ Heizöl) mehr als halbiert. Schaar: „Diese Zahlen sind mehr als erfreulich.“ Derzeit werde zwar noch ungefähr ein Viertel der Hauptwohnsitze in Kärnten mit Öl beheizt, häufig dienen die Ölkessel aber nur als Reserveheizung, so Schaar. Weiters habe Kärnten den Vorteil, dass – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – Gasheizungen eine untergeordnete Rolle spielen würden. Auf große Resonanz stößt neben der Aktion „Ölkesselfreie Gemeinden und Städte“ auch die heuer von der Umweltabteilung eingeführte Alternativenergieförderung für Gebäude von Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und Vereinen. „Dabei fördern wir Fernwärmeanschlüsse mit 40 Prozent, bei einem Umstieg von einer Öl- oder Gaszentralheizung auf Fernwärme sogar mit 50 Prozent“, informiert Schaar.

Förderungen bei Umstieg auf alternative Energieträger

Eigenheime werden in Kärnten über die Wohnbauabteilung gefördert. Auch hier winken sehr attraktive Förderungen für den Umstieg von Öl und Gas auf umweltfreundliche, alternative Energieträger. So wurde die Förderung zu Beginn des Jahres von 3.000 auf 6.000 Euro verdoppelt, wobei – nach einer kurzen Pause – nun auch wieder zusätzlich 5.000 Euro Bundesförderung, initiiert durch die neue Bundesministerin Maria Patek, abgerufen werden können. „Jeder in diesem Land soll die Chance haben, von fossilen auf erneuerbare Energien umzusteigen und zur Bewältigung dieser Klimakrise beizutragen“, so Schaar. „Klimaschutz ist das Gebot der Stunde, das heißt, wir brauchen starke Maßnahmen wie CO2-neutralen Strom, CO2-neutrale Wärme und CO2-neutralen Verkehr. Hier braucht es einen gemeinsam abgestimmten Weg von Bundesregierung, Bundesländern und Expertinnen und Experten für die Menschen in Österreich“, appelliert Schaar. „Das Land Kärnten stellt schon lange die Weichen dafür.“

Für Interessierte

Für Fragen zu den Initiativen und Förderungen stehen die Energieexperten der Abteilung für Umwelt, Energie und Naturschutz unter der Nummer 050 536/18211 zur Verfügung.

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