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Politik - Kärnten
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Gesetz nun einstimmig beschlossen

Fellner: „Rettungs­wesen steht und fällt mit den Ehren­amtlichen“

Kärnten – Das novellierte Gemeindemitarbeiterinnengesetz wurde nun vom Landtag einstimmig beschlossen - mit der Novelle gelten Einsätze von ehrenamtlichen Helfern künftig als gerechtfertigte Abwesenheit vom Dienst.

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„Mit August tritt in Kärnten das wohl modernste Gemeindemitarbeiterinnen- und Mitarbeitergesetz Österreichs in Kraft. Schön, dass über alle Parteigrenzen hinweg Einigkeit herrscht, dass wir Ehrenamtliche – wo wir nur können – unterstützen müssen“, betonte Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner nach dem einstimmigen Beschluss in der heutigen Sitzung des Kärntner Landtages.

Sonderurlaub und spezifische Ausbildungen

Mit dem neuen Gesetz erhalten Gemeindebedienstete, die sich ehrenamtlich bei Rettungsdiensten oder freiwilligen Feuerwehren engagieren, 40 Stunden (bei Vollzeitbeschäftigung) im Jahr Sonderurlaub für spezifische Ausbildungen im Zusammenhang mit ihrer Freiwilligenarbeit. Neben den Besserstellungen für ehrenamtliche Retter beinhaltet das novellierte Gesetz einige weitere Änderungen, darunter eine stärkere fachspezifische Ausrichtung der Grundausbildung für Gemeindebedienstete sowie eine Besserstellung für Ferialarbeiter. „Das ist eine sehr weitsichtige Maßnahme: Damit im Ernstfall jeder Handgriff der Helferinnen und Helfer sitzt, sind regelmäßige Fortbildungen unabdingbar“, weiß Fellner, als gelernter Rettungssanitäter aus Erfahrung.

Kärnten nimmt Vorreiter-Rolle ein

Darüber hinaus ist die Ausübung eines Ehrenamtes ein positives Kriterium für die Aufnahme in den Gemeindedienst – „das ist bislang einzigartig in Österreich und ein wichtiger Schritt, um das Freiwilligenwesen langfristig abzusichern“, so Fellner, der darauf baut, dass andere Bundesländer hier nachziehen werden. „Das Rettungswesen steht und fällt mit den Ehrenamtlichen. Es ist wichtig, den freiwilligen Helferinnen und Helfern zu zeigen, wie hoch wir ihren Dienst an der Gemeinschaft und ihr Engagement schätzen. Dort, wo wir als Landesgesetzgeber tätig werden können, tun wir das“, betonte der Katastrophenschutz- und Feuerwehrreferent. Kärnten nimmt in diesem Bereich eine Vorreiter-Rolle ein. So gilt etwa für Landesbedienstete die gerechtfertigte Abwesenheit bei Einsätzen per Erlass schon bisher. Wir werden uns aber auch über unsere Zuständigkeit hinaus weiter für die Besserstellung des Ehrenamtes einsetzen!“, so Fellner.

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