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Politik - Villach
Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda Sandriesser mit Marie-Theres Grillitsch
Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda Sandriesser mit Marie-Theres Grillitsch © Stadt Villach

Für gerechte Aufteilung der Arbeit:

Equal Pension Day: Sandriesser fordert 30-Stunden-Woche

Villach – Am Equal Pension Day fordert Villachs Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser eine 30-Stunden-Woche für alle, damit sich Männer und Frauen die Arbeit gerecht aufteilen können. Oberste Prämisse sei es, der Lohnschere entgegenzuwirken und zu schließen.

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Der Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten haben werden. Österreichweit ist dies heuer der 29. Juli, kärntenweit der 3. August. Im Vergleich zum Jahr 2015 bedeutet dies österreichweit eine Verbesserung von insgesamt drei Tagen, kärntenweit nur einen Tag.

42,35 Prozent weniger Pension für Frauen

Villachs Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser sagt dazu: „Frauen erhalten um 42,35 Prozent weniger Pension als Männer. Das ist eine untragbare Ungerechtigkeit.“ Das österreichische Pensionssystem orientiert sich an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Erwerbsunterbrechungen. „Frauen verrichten aber den Großteil an unbezahlter Haus- und Betreuungsarbeit, gehen oft allein in Karenz, arbeiten länger in Teilzeit“, erläutert Sandriesser. „Viele Frauen können dann trotz langjähriger Berufstätigkeit von ihrer Pension nicht leben und sind armutsgefährdet.“

Oberste Prämisse: Schließen der Lohnschere

Um dem effizient entgegen zu wirken, braucht es in vielen Bereichen neue Rahmenbedingungen. Gerda Sandriesser: „Als Frauenreferentin plädiere ich für die Einführung einer 30-Stunden-Woche für alle, um bezahlte und unbezahlte Arbeit zwischen Männern und Frauen gerechter verteilen zu können.“ Hinzu kommt, dass Frauen für die gleiche Tätigkeit im Schnitt 22,2 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Villachs Frauenbeauftragte Marie-Theres Grillitsch: „Damit liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16,7 Prozent. Das Schließen der Lohnschere muss zur obersten Prämisse werden!“

Informationen zu Rechten

Was sind meine Rechte? Was kann ich selbst zu einer Existenz sichernden Alterspension beitragen? Wie kann ich mich vor Diskriminierung in der Arbeitswelt schützen? Eine Beratung bekommt man bei der Pensionsberatung der Arbeiterkammer oder hier. Weitere Informationen können auf der Internetseite des Bundeskanzleramts einholen.

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