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Unter den Top Ten der Wärmsten:

Erneut ein über­durchschnittlich warmer Juli

Kärnten – Die vorläufige Juli-Bilanz der ZAMG zeigt, dass der Juli 2019 um 1,7 °C über dem vieljährigen Mittel liegt. Somit ist es bereits der fünfte Juli der 2000er-Jahre, der unter den zehn wärmsten der 253-jährigen Messgeschichte liegt.

 3 Minuten Lesezeit (399 Wörter) | Änderung am 30.07.2019 - 07.57 Uhr

Nach zwei Hitzewellen und einer relative kühle Phase liegt der Juli 2019 in der Monatsbilanz um 1,7 °C über einem durchschnittlichen Juli. Damit hält auch im Juli der Trend zu einem immer wärmeren Klima an. „Unter den zehn wärmsten Juli-Monaten der 253-jährigen Messgeschichte liegen jetzt fünf der 2000er-Jahre“, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Weiters sind mit 1983, 1994 und 1995 noch drei weitere Juli-Monate der jüngeren Vergangenheit unter den Top 10.“

Teils doppelt so viele 30-Grad-Tage wie im Mittel

Die Hitzewellen sorgten aber für eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Tagen mit mindestens 30 °C. In einigen Regionen gab es rund doppelt so viele Hitzetage wie in einem durchschnittlichen Juli. An der Spitze der Landeshauptstädte liegt die ZAMG-Wetterstation Wien Innere Stadt mit 13 Hitzetagen vor Innsbruck Universität und Klagenfurt mit jeweils 12 Hitzetagen. Der noch bis Ende August andauernde Sommer hat übrigens das Zeug dazu, auf Platz Eins der wärmsten Sommer seit der Messgeschichte zu klettern!

Seit Jahresbeginn stellenweise um 10 bis 40 Prozent zu trocken

Der Juli 2019 brachte in der österreichweiten Auswertung um rund 30 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel. Größere Regenmengen fielen meist nur bei schweren Gewittern und gegen Ende des Monats stellenweise mit Dauerregen im Westen und Süden Österreichs. Seit Jahresbeginn ist es damit besonders in der Osthälfte Österreichs größtenteils um 10 bis 40 Prozent zu trocken.

Fruchtreife deutlich früher

Die frühe Blüte und die ersten heißen Tage im Juni verhalfen den Roten Johannisbeeren – der Maikälte zum Trotz – zu einer frühen Fruchtreife. Mit dem 5. Juni fiel sie etwa zwei Wochen früher als im Durchschnitt aus (Vergleich mit Klimanormalperiode 1981-2010). Der außergewöhnlich heiße Juni hat die Entwicklung der anderen Fruchtreifephasen ebenfalls rasch vorangetrieben. Die Marillen wurden um den 4. Juli reif, das ist um etwa zehn Tage früher als im Durchschnitt. Die ersten weichen und schwarzen Holunderbeeren konnte man um den 20. Juli herum beobachten – etwa um dieselbe Rekordzeit wie 2018, und damit etwa fast einen Monat früher als im Durchschnitt.

Kärnten im Überblick

Niederschlagsabweichung

-24%

Temperaturabweichung

+1.7 °C

Abweichung der Sonnenscheindauer

1%

Temperaturhöchstwert

Millstatt (721 m) 36.2 °C am 24.7.

Temperaturtiefstwert (Gipfel/Hochalpin)

Villacher Alpe (2117 m) 2.7 °C am 10.7.

Temperaturtiefstwert unter 1000 m

Weitensfeld (704 m) 4.6 °C am 11.7.

höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur

Pörtschach (450 m) 21.6 °C, Abw. +1.8 °C

höchste Sonnenscheindauer

Feistritz/Bleib. (532 m) 257 h, Abw. k.A.

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