Zum Thema:

23.07.2019 - 09:42Frauen erhalten immer noch weniger Pension als Männer16.07.2019 - 18:49Maßnahmen, um Frauen zu stärken
Politik - Kärnten
Auch beschlossen: Der Naturpark Dobratsch wird um 890,59 Hektar erweitert.
Auch beschlossen: Der Naturpark Dobratsch wird um 890,59 Hektar erweitert. © 5min

Zum Naturschutz

Lösungen für Kärntens Natur- und Kultur­landschaft

Kärnten – Nach dem Motto "Naturschutz löst man nur gemeinsam" konnte Landesrätin Sara Schaar nach der Regierungssitzung am 30. Juli von den drei jüngsten Erfolgen im Naturschutzressort berichten. So wurde die Wetterschutz-Lösung für Kärntens Fischer "wasserdicht", das Vertragsverletzungsverfahren in der Natura 2000-Causa wurde eingestellt und der Naturpark Dobratsch erweitert.

 3 Minuten Lesezeit (360 Wörter)

Bereits vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die EU-Kommission dem von Kärnten übermittelten Entwurf der neuen Wetterschutzverordnung zustimmt. „Damit ist die Kärntner Wetterschutzverordnung nun wasserdicht“, freut sich Schaar, die mit Vertretern der Kärntner Fischereivereinigung und des Landesfischereiverbandes sowie der Bergwacht eine gemeinsame Lösung erarbeitete. Kärntens Fischer dürfen nun also bei der Ausübung ihres Hobbys einen „Wetterschutz“ verwenden, der sich bei den Abmessungen an der Praxis orientiert. Um Fischer ausreichend über die neuen Bestimmungen zu informieren, wurde zudem ein Info-Folder erstellt, der mit der Fischerkarte ausgegeben wird – „damit auf einen Blick klar ersichtlich ist, was erlaubt ist und was nicht“, so Schaar.

Natura 2000-Causa-Verfahren wurde eingestellt

Eine weitere erfreuliche Nachricht seitens der EU erhielt die Kärntner Naturschutzreferentin vergangene Woche betreffend der Natura 2000-Causa. So hat die EU-Kommission das seit 2013 laufende Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich – und indirekt gegen Kärnten – eingestellt. „Strafzahlungen in Millionenhöhe konnten abgewendet werden, da wir die noch offenen Natura 2000-Gebiete in Kärnten bis zum Ablauf der Frist Ende 2018 nachgemeldet haben“, berichtet Schaar, die somit in der kurzen Zeitspanne von acht Monaten eine seit knapp 20 Jahren ungelöste Thematik zu einem positiven Abschluss brachte. Insgesamt verfügt Kärnten nun über 72 Natura 2000-Gebietsflächen. „Damit übernehmen wir in Kärnten Verantwortung für den Erhalt unserer wertvollen Ressourcen für kommende Generationen, für einen nachhaltigen Natur-, Landschafts- und Bewirtschaftungsschutz“, betont Schaar.

Erweiterung des Naturparks Dobratsch

Ein weiterer erfreulicher Beschluss ist auf Antrag der Naturschutzreferentin in der Regierungssitzung erfolgt. Der Naturpark Dobratsch, wichtiges Naherholungs- und bedeutendes Europaschutzgebiet im Kärntner Zentralraum, wächst somit um 890,59 Hektar. „Die Gesamtfläche beträgt damit künftig über 8.100 Hektar“, freut sich Schaar. Naturpark-Erweiterungen werden in Österreich nur selten durchgeführt, daher ist dieser Beschluss besonders erfreulich, hält die Naturschutzreferentin fest. Konkret handelt es sich bei der Erweiterung um Teile der Europaschutzgebiete Schütt-Graschelitzen und Villacher Alpe. „Dabei geht es vorwiegend um Grenzbereinigungen. Einschränkungen für Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer sowie Nutzungsberechtigte ergeben sich keine“, so Schaar. „Der Naturpark Dobratsch ist ein positives Vorbild für partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne des Natur-, Landschafts- und Bewirtschaftungsschutzes und des Tourismus.“

Diskutiere mit uns auf Facebook über dieses Thema:Direkt zum Beitrag auf 5min-Villach (27 Reaktionen) Direkt zum Beitrag auf 5min-Klagenfurt (11 Reaktionen)
Kommentare laden
ANZEIGE