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Erst nach längerer Suche gefunden

2-Jährige unbemerkt aus Kindergarten verschwunden

Landskron – Der Alptraum aller Eltern wurde gestern, am 31. Juli, für eine Familie aus Landskron zur tragischen Wirklichkeit. Die Mutter wollte ihre 2-jährige Tochter vom Kindergarten abholen und stellte fest, dass ihr Kind nicht auffindbar ist. Erst nach längerer Suche konnte das Kleinkind gefunden werden. Auch die Pädagoginnen zeigen sich schockiert von dem Vorfall und plädieren an die Elternpflicht die Kindergartentüre immer zu verschließen.

 3 Minuten Lesezeit (379 Wörter) | Änderung am 01.08.2019 - 13.23 Uhr

Ein schockierter 5 Minuten-Leser meldete sich gestern bei uns, um von diesem tragischen Vorfall zu berichten. Seine Frau wollte gestern ihre gemeinsame Tochter wie jeden Tag um 13 Uhr von einem Kindergarten in Landskron abholen und musste mit Entsetzen feststellen, dass das 2-jährige Kind scheinbar unbemerkt aus dem Kindergarten entwischt ist.

Ein kleiner Moment genügt

Kleinkinder sind gerne auf Entdeckungsreise und sich gewissen Gefahren nicht bewusst. Wer selbst Kinder hat weiß, wie schnell die kleinen Racker oft unterwegs sind, wenn man sie für ganz kurze Zeit aus den Augen lässt. Auf Anfrage von 5 Minuten zeigte sich die Leitung des Kindergartens sehr bestürzt: „Wir haben noch gestern ein Gespräch mit den Eltern geführt. Die Kinder sind bei uns sehr frei, werden aber regelmäßig gezählt. Sie gehen vom Garten auch mal zur Toilette in den Innenbereich und in einem dieser kleinen Momente, ist das Kind durch die wohl unverschlossene Türe hinaus auf Erkundungstour gegangen.“ Die Kindergartenleitung plädiert an die in der Hausordnung festgehaltene Elternpflicht, dass die Gartentüre von den Eltern, die ihre Kinder abholen, immer geschlossen zu halten ist, damit so ein Vorfall nicht vorkommen kann. „Wir sind sehr froh, dass dem Kind nichts passiert ist“, so die Kindergartenleitung.

40 Minuten bangen um ihr Kind

Die Mutter des verloren gegangenen Kindes machte sie sich natürlich auf die Suche nach ihrer Tochter. „Meine Frau war sehr besorgt und ängstlich und stand nun vor der Entscheidung, in welcher Richtung sie als erstes nach unserem Kind suchen sollte. In unmittelbarer Nähe zum Kindergarten befindet sich eine vielbefahrene Hauptstraße“, erzählt uns der Vater. Bei ihrer Suche wurde die Mutter von einem ebenfalls anwesenden anderen Vater unterstützt. Nach ungefähr 40 Minuten konnte die 2-Jährige schließlich bei einer Familie 500 Meter weit entfernt vom Kindergarten gefunden werden. Die Anrainerin hatte das weinende Mädchen entdeckt, sie zu sich genommen und die Polizei informiert. „Unsere Tochter war sehr aufgebracht und hat als Ablenkung und Trost mit den Kindern der Anrainerin gespielt und ein Eis bekommen. Sie hatte fürchterliche Angst und wollte zu ihrer Mama“, erzählt uns der 5 Minuten Leser. „Zum Glück ist unsere instinktiv in die Richtung unserer Wohnung gegangen und nicht zur Hauptstraße“, sagt der Vater des Kindes.

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