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Wirtschaft - Kärnten
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Starker Rückgang im Juni

Beschäftigungs­rekord: Arbeits­losenquote sank um fast 6 Prozent

Kärnten – Juni und Juli 2019 stechen mit hervorragenden Arbeitsmarktdaten hervor. Eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik bedarf strategischen Miteinanders von Politik, Wirtschaft und Bildung. Die Streichung der „Aktion 20.000“ schlägt sich negativ in der Statistik nieder. 

 3 Minuten Lesezeit (400 Wörter) | Änderung am 01.08.2019 - 15.44 Uhr

Im Juni 2019 brachen durch die rückläufigen Arbeitslosenzahlen alle Beschäftigungsrekorde Kärntens: insgesamt 222.222 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer standen in einem aufrechten Arbeitsverhältnis, diese Zahl markiert den höchsten Juni-Beschäftigungsgrad seit Beginn der Aufzeichnungen.

Drittstärkster Arbeitslosenrückgang österreichweit

Auch für Juli 2019 lässt sich eine stabile Weiterentwicklung des Kärntner Arbeitsmarktes erkennen, die Zahl der Arbeitslosen sank erneut um 3,4 Prozent (ohne Schulungen) bzw. 5,8 Prozent (mit Schulungen). „Kärnten kann damit österreichweit den drittstärksten Rückgang an vorgemerkten Arbeitslosen und in Schulung befindlichen Personen vorweisen. Hieran lässt sich deutlich erkennen, wie zielführend die mit den Sozialpartnern und der Wirtschaft sowie erfolgreichen Unternehmen abgestimmten Weichenstellungen sind“, kommentiert Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Donnerstag, die steigende Beschäftigung im Land.

2020+ Strategie zeigt Wirkung

Besonders die aus der Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsstrategie 2020+ hervorgegangenen Ansätze und Maßnahmen zeigen Wirkung. „Mit dem Kick Off zur Adaption dieser Strategien und Projekte, die aus den Plattformtätigkeiten des Territorialen Beschäftigungspaktes (TEP) hervorgingen, für die kommenden Jahre (Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsstrategie 2021+) können die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gleichermaßen wie auch die Unternehmen zukunftsfit und damit wirtschaftlich erfolgreich bleiben. Arbeitsmarktpolitik braucht gemeinsames Engagement und damit ein gemeinsames Erarbeiten von Bedarfen und konkreter Bildungsmaßnahmen“, betont Arbeitsmarktreferentin LHStv.in Gaby Schaunig.

Anstieg bei Arbeitslosigkeit 50+

Als „Wehrmutstropfen“ der aktuellsten Arbeitsmarktstatistik, der auf die Abschaffung der „Aktion 20.000“ zurückzuführen ist, wie Schaunig festhält, präsentiert sich der Anstieg der Arbeitslosen in der Kategorie „50 Jahre und älter“ mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent. „Maßnahmen, wie die Aktion 20.000 sind auch weiterhin vonnöten, um Barrieren abzubauen sowie den Mehrwert älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die gerade durch Lebens- und Berufserfahrung punkten und so den Jüngeren einiges voraushaben, zu verdeutlichen.“ Auch bildungspolitische, lebens- und arbeitsnahe Maßnahmen und Aktionen müssten vermehrt zur Umsetzung gelangen.

Toursimus und Bauwesen vorne mit dabei

Bei Beachtung der einzelnen Branchen zeigen sich die größten Arbeitslosen-Rückgänge im Tourismus mit einem Minus von fünf Prozent und im Bauwesen mit einem Minus von drei Prozent. „Die positive Entwicklung der Bauwirtschaft, nicht nur durch Investitionen der öffentlichen Hand, sondern gerade auch durch jene des privaten Sektors, schlagen sich deutlich im Beschäftigungsstand nieder“, freut sich Schaunig als Wohnbaureferentin. Die öffentliche Hand investiert im Jahr 2019, wie aus dem Kärntner Bauinvestitionsprogramm (K-BIP) hervorgeht, insgesamt 928 Millionen Euro in die Kärntner Infrastruktur und stützt damit die beschäftigungsintensive Branche nachhaltig.

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