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Wirtschaft - Kärnten
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AK Kärnten:

Ende der Aktion 20.000 hat negative Aus­wirkungen auf Ältere

Kärnten – Aktuelle AMS-Arbeitsmarktzahlen in Kärnten spiegeln zwar die gute Konjunktur wider und sorgen für sinkende Arbeitslosigkeit, dennoch: „Die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 mit dem Auslaufen der ‚Aktion 20.000‘ nicht mehr gegeben“, sagte AK- Präsident Günther Goach. Mehr Mittel für Qualifizierung von älteren Arbeitslosen gefordert.

 2 Minuten Lesezeit (321 Wörter) | Änderung am 02.08.2019 - 16.13 Uhr

Die Arbeitsmarktzahlen mit einer Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent weisen wie bereits im Vormonat auf einen erfreulichen Trend hin. Die aktuelle Statistik zeigt einen Anstieg der Arbeitslosen über 50 Jahre von über 0,9 Prozent auf 1,9 Prozent im Vergleichszeitraum Juni bis Juli 2019. „Die Gruppe der Älteren, die es in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung noch schwieriger hat, in den Arbeitsmarkt zu finden, steht mit dem Auslaufen der Aktion 20.000 wieder am Anfang der Arbeitssuche“, sagte AK-Präsident Goach und bekräftigte: „Die Aktion war ein taugliches Mittel um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und den Menschen eine Perspektive zu geben“. Die derzeitigen finanziellen Mittel „müssen für mehr Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen bereitgestellt werden, um Ältere wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so die Forderung des AK- Präsidenten.

Erfolgsgeschichte Aktion 20.000

Goach hob zugleich die Erfolgsgeschichte der ‚Aktion 20.000‘ hervor. 300 Kärntner Langzeitarbeitslose über 50 hatten seit 2017 eine Chance auf eine Vollbeschäftigung bekommen und auch genützt. „Mehr als jeder dritte Arbeitslose über 50 Jahren erhielt eine Zusage auf Weiterbeschäftigung in einer der 70 gemeinnützigen Organisationen oder öffentlichen Einrichtungen“, so Goach. Die Einführung der Aktion 20.000 im Juni 2017 brachte älteren Menschen über 50 Jähre nach längerer Arbeitslosigkeit eine neue Chance auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Mit Ende Juni 2019 ist die Frist für die bis dahin eingestellten Personen und der staatlich geförderten kollektivvertraglichen Bezahlung ausgelaufen. In Kärnten wurde die Aktion auf die Pilotregionen Villach und Hermagor ausgerollt.

Kärntner Arbeitsmarkt und Qualifizierungsstrategie 2021+

Als Kooperationspartner mit dem Land Kärnten, dem AMS Kärnten und den Bildungsträgern arbeitet auch die Arbeiterkammer Kärnten an den Schwerpunktthemen des Territorialen Beschäftigungspaktes (TEP) mit. 2019 werden gemeinsam 38 Millionen Euro für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt eingesetzt – davon sind jene Menschen betroffen, die vom Wirtschaftsaufschwung nicht profitierten. „Nach der Abschaffung der Aktion 20.000 können mit dem TEP neue Beschäftigungs- wie Qualifizierungsmaßnahmen auch für ältere Arbeitslose geschaffen werden, um den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern“, erklärte Goach.

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