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Die Landwirte Kathrin und Josef Oschounig möchten sich bei den zahlreichen Spendern bedanken.
Die Landwirte Kathrin und Josef Oschounig möchten sich bei den zahlreichen Spendern bedanken. © 5min

Bei Familie Oschounig:

Nach Großbrand: 9 Monate später steht der neue Stall

St. Job – Der Vollbrand im Dezember 2018, bei dem knapp 200 Ziegen ums Leben kamen und eine Familie ihre Existenzgrundlage verlor, bewegte ganz Kärnten. Zahlreiche Spenden ermöglichten es, dass bereits im März diesen Jahres mit dem Wiederaufbau begonnen werden konnte. Am 31. August feiert Familie Oschounig einen "Tag der offenen Stalltür", bei dem der Betrieb eingeweiht werden soll.

 4 Minuten Lesezeit (490 Wörter) | Änderung am 13.08.2019 - 17.42 Uhr

Der 34-jährige Josef Oschounig half bereits seit seiner Kindheit am Bauernhof mit und ist seit eineinhalb Jahren selbst Landwirt am eigenen Hof, der bereits seit mehreren Generationen weitergegeben wird. Er bewirtschaftet den Bauernhof mit Milchziegen. Bei dem Brand am 17. Dezember 2018 wurde der Bauernhof komplett zerstört und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Die Existenz der Familie Oschounig lag in Schutt und Asche. 200 Ziegen verbrannten qualvoll in den Flammen. „Das machte mich sehr traurig, denn wir hatten eine intensive Beziehung zu den Tieren“, erzählt Oschounig. „Jedes Tier hat seinen eigenen Charakter und jede Ziege hatte einen Namen“, verrät uns der Landwirt.

Welle der Hilfsbereitschaft

„Ich habe damals viel Zuspruch bekommen – weiterzukämpfen, weiterzumachen und nicht aufzugeben“, erzählt uns Oschounig, Vater von drei Kindern. Zahlreiche Spenden wurden damals für die Familie gesammelt. „Nur so war es uns damals überhaupt möglich über die Runden zu kommen“, erinnert sich der Landwirt. „Ein großes Danke an alle Spendern, den freiwilligen Helfern und den Feuerwehren, die beim Brand im Einsatz gestanden haben“, zeigt sich Oschounig gerührt. Mit sehr viel Kraft und Motivation konnte bereits am 8. März mit dem Wiederaufbau des Betriebes begonnen werden.

Ab Mitte September rinnt die Milch wieder

Ungefähr eine Million Euro wurde in den Wiederaufbau gesteckt. In dem neuen und modernen Stall werden 310 Milchziegen plus Nachzucht eine neue Heimat finden. Die jungen Ziegen werden ab etwa Mitte/Ende September beginnen Milch zu geben. Doch wie ist der Bauer auf die Ziegen gekommen? „Meine Frau Kathrin hat früher etwa fünf bis sechs Ziegen gehabt und wir haben sie damals noch mit der Hand gemolken und Käse aus der Milch hergestellt“, erinnert sich der Bauer. Auf die Idee einen eigenen Betrieb mit Ziegen aufzubauen kamen die Landwirte, weil sie beobachtet haben, dass immer mehr Menschen an Kuhmilchunverträglichkeit leiden. „Seit 2015 führen wir einen eigenen Ziegenbetrieb mit hunderten von Tieren“, sagt Oschounig. „Eine Ziege gibt pro Tag circa vier Liter Milch, die dann in die Kaslab’n Nockberge geliefert wird“, erzählt uns Oschounig.

Der Tag der offenen Stalltür

Bei dem Tag der offenen Stalltür am 31. August wird der fertiggestellte Betrieb in St. Job in der Gemeinde Finkenstein offiziell von Pfarrer Peter Olip geweiht. Ab 10.00 Uhr beginnt die Veranstaltung. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Hohenthurner Burschengsang und das Ansambel Karavanke. Führungen über den Hof und den neu errichteten Betrieb werden ebenfalls angeboten. Für Spiel und Spaß für die Kinder ist natürlich auch gesorgt. Das Kinderprogramm beinhaltet Pferdekutschenfahrten, Ponyreiten und eine Hüpfburg.

Kommt am 31. August vorbei, schaut euch den Betrieb an und feiert mit Familie Oschounig den erfolgreichen Wiederaufbau.

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