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Das Gemeindeamt musste heute bereits zum zweiten Mal evakuiert werden.
Das Gemeindeamt musste heute bereits zum zweiten Mal evakuiert werden. © 5min

Nach zwei Bombendrohungen:

Fühlt sich Bürgermeister Kessler noch sicher?

Arnoldstein – Es ist unfassbar: Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats wurde das Gemeindeamt wegen einer Bombendrohung gegen Bürgermeister Erich Kessler evakuiert. Der Drohbrief richtete sich direkt gegen ihn persönlich und die zwei Vizebürgermeister. Bombe wurde zum Glück keine gefunden und der Betrieb konnte wieder hergestellt werden. Doch wie fühlt sich der Bürgermeister einige Stunden nach der Drohung? Wir haben mit ihm gesprochen.

 2 Minuten Lesezeit (296 Wörter) | Änderung am 13.08.2019 - 14.50 Uhr

Szenen wie in einem Film spielten sich heute vor dem Gemeindeamt in Arnoldstein ab. Ein Großaufgebot an Polizei mit Spürhunden, die das Gebäude absuchten. Am Vormittag wurde gegen Bürgermeister Kessler und gegen beide Vizebürgermeister Reinhard Antolitsch und Karl Zußner eine Bombendrohung ausgesprochen.

Rücktritt gefordert

Der Drohbrief wurde inzwischen sichergestellt. Laut ersten Informationen soll in dem Brief der Rücktritt aller drei politischen Personen gefordert worden sein. Bombe wurde keine gefunden, um 13.30 Uhr konnte der normale Dienstbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Aufregung ist trotzdem noch groß. Wir haben mit Bürgermeister Kessler gesprochen.

Gefühl der Verunsicherung

In seiner bisherigen Laufbahn als Politiker bekam Kessler schon den ein oder anderen anonymen Brief mit derben Sprüchen zugesandt, aber eine derartig ernstzunehmende Drohung war bisher noch nie dabei. „Wir sind auch nur Menschen wie jeder andere auch mit Gefühlen und Ängsten. Die Drohung lässt eine starke Verunsicherung zurück“, erfahren wir von Kessler, der seit 35 Jahren in der Kommunalpolitik tätig ist. „Wir alle haben Familie und gerade für die nächsten Angehörigen ist es schwer mit diesem Thema umzugehen.“ Der Bürgermeister kann sich die Aggression hinter dieser Drohung nicht erklären. Er versuche sein Amt nach bestem Wissen und Gewissen zu führen und ist bemüht, aufkommende Konflikte zu lösen.

Ermittlungen laufen

Kessler setzt nun auf die Arbeit der Polizei und wünscht sich, dass der Fall aufgeklärt und der Schuldige zur Verantwortung gezogen wird. Personenschutz wurde seitens der Polizei keiner angeordnet. Der Bürgermeister hat jedoch um verstärkte Erhebungsmaßnahmen gebeten, um den Absender des Drohbriefes ausfindig zu machen. „Es kann nicht sein, dass dieser Fall ohne Konsequenzen bleibt und der Täter damit davon kommt“, sagt Kessler abschließend.

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