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Politik - Klagenfurt
© Thomas Hude

Erste Demofahrt eines Wasserstoffbusses:

Dieser Bus gibt so richtig (Wasser-)­Stoff

Klagenfurt – Im Rahmen der Wasserstoff-Initiative des Landes findet heute die erste öffentliche Demonstrationsfahrt eines rein mit Wasserstoff betriebenen Busses im Öffentlichen Verkehr statt. Im Halbstundentakt können Interessierte noch bis 15 Uhr die Zukunft der Mobilität hautnah erleben und sich bei anwesenden Experten rund um das Thema Wasserstoffmobilität informieren.

 2 Minuten Lesezeit (337 Wörter) | Änderung am 23.08.2019 - 12.34 Uhr

„Mit der heutigen Demonstrationsfahrt wollen wir die Vorzüge von Wasserstoff in Kärnten für den Menschen erlebbar machen und aufzeigen, welche Technologien die Zukunft der Mobilität bestimmen werden“, so Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig. Die Demonstrationsfahrt wird gemeinsam mit der ÖBB Postbus GmbH, dem Verkehrsverbund Kärnten sowie der Landeshauptstadt Klagenfurt und der städtischen Mobilitätsgesellschaft durchgeführt. Noch bis 15 Uhr kann der Wasserstoffbus heute getestet werden. Den Fahrplan findet ihr hier.

Wasserstoff für die Öffis

Stadtrat Markus Geiger begrüßt den Startschuss für Wasserstoffmobilität im öffentlichen Verkehr: „Für den innerstädtischen Verkehr kann Wasserstoff eine große Rolle spielen. In Südkorea funktioniert diese Technologie bereits.“ Für Vizebürgermeister Wolfgang Germ steht eine Umstellung auf emissionsfreie Antriebsformen außer Streit: „Aber egal welche Antriebsart ein Bus hat, erst wenn das eigene Auto stehen gelassen wird und die Öffis gut ausgelastet sind, macht das Ganze überhaupt Sinn. Oberstes Ziel muss also sein, in Klagenfurt eine Mobilitätswende einzuleiten und das Bus-Angebot so attraktiv zu gestalten, dass sich eine Nutzung auch lohnt.

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Experten und Politiker standen Interessierten Rede und Antwort.

Experten und Politiker standen Interessierten Rede und Antwort. - © Thomas Hude

Emissionsfreier Verkehr

Mit diesem Testbetrieb setze Kärnten den nächsten Schritt, zu einer Wasserstoff-Modellregion zu werden. Wasserstoff-Brennstoffzellen, in denen die umgekehrte Elektrolyse abläuft, erzeugen Strom während des Fahrzeugbetriebs. Dank seiner Energiedichte und seines geringen Gewichts könne mit nachhaltiger Energie gewonnener Wasserstoff ein sauberer Energiespeicher für Fahrzeuge werden und dabei helfen, Strecken von einigen Hundert Kilometern zu bewältigen. Sie eignen sich daher perfekt, wenn die Notwendigkeit besteht, eine hohe Reichweite zu gewährleisten. Die Betankung mit Wasserstoff dauert kurz, ist bequem und unterscheidet sich kaum von der Benzinbetankung.

Wissenschaftliche Studie geplant

Seitens des Landes Kärnten ist eine wissenschaftliche Studie geplant, um die Chancen des Einsatzes von Wasserstoffmobilität in Kärnten herauszufinden. „Ziel ist es, dass die Wasserstoffmobilität in allen Technologieentscheidungen von Verkehrsunternehmen künftig berücksichtigt wird“, so Schuschnig.

 

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