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Politik - Klagenfurt
Die Abrissarbeiten beim ehemaligen Porzellanladen J. Pötzl haben begonnen.
Die Abrissarbeiten beim ehemaligen Porzellanladen J. Pötzl haben begonnen. © Elias Molitschnig

"Unsensibler Ein­griff in das Stadt­bild"

Gemeinderat kriti­siert den Ab­riss des „Pötzl“-Hauses

Klagenfurt – Bereits im Jahr 2017 wurde der Porzellanladen J. Pötzl geschlossen. Im Jänner 2019 wurde dann der Abriss des Gebäudes angekündigt. Nun ist es so weit. 

 2 Minuten Lesezeit (269 Wörter)

Die Abrissarbeiten beim ehemaligen Porzellanladen J. Pötzl haben begonnen. Wie Medien berichten, sollen anstelle des alten Gebäudes moderne Ordinationsräume im Erdgeschoss gebaut werden. Im ersten und zweiten Stock werden zudem barrierefreie Wohnungen entstehen. Auch Parkplätze für die Bewohner seien im Erdgeschoss des neuen Gebäudes geplant. Dies sorgt für Kritik seitens des Gemeinderates Elias Molitschnig. Er sieht das Bauprojekt als „unsensiblen Eingriff in das Klagenfurter Stadtbild“.

„Entscheidungen wurden leichtfertig getroffen“

Laut dem Grünen Gemeinderat Molitschnig wäre das Pötzl Haus leicht zu erhalten gewesen. In seiner heutigen Presseaussendung bezeichnet Molitschnig den Abriss, als weiteres Negativbeispiel, wie in dieser Stadt mit vorhandener Bausubstanz umgegangen werde“. Laut dem Gemeinderat habe es einige Einwände zum Projekt von den Anrainern und Anrainerinnen des Pötzl-Hauses gegeben „Leider wurde die Änderung des Bebauungsplanes dann doch mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen“, erklärt der Molitschnig und betont: „Solche Entscheidungen dürfen in Zukunft nicht mehr so leichtfertig getroffen werden […].“

„Blindfassaden zerstören die Lebensqualität“

Vor allem die geplanten Parkplätze im Erdgeschoss sind dem Gemeinderat ein Dorn im Auge. „Zonen mit Blindfassaden zerstören die Lebensqualität, wirken sich negativ auf das Einkaufserlebnis aus und führen zu einem Wertverlust der angrenzenden Immobilien“, ist Molitschnig überzeugt. Laut dem Gemeinderat würden die Tiefgaragen in der nahen Umgebung über ausreichende Stellplatzreserven verfügen.

„Anrainer wurden nicht ausreichend informiert“

Zudem kritisiert der Gemeinderat den Umgang mit den direkten Anrainern und Anrainerinnen: „[Diese] beschweren sich massiv über die nicht-vorhandenen baulichen Absicherungen und klagen darüber, nicht ausreichend über den weiteren Baustellenverlauf informiert und eingebunden zu sein“, schließt er.

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