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Leute - Villach
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Für verwaiste Eltern:

Wenn aus Kuschel­bären Seelen­tröster werden

Villach – Im Rahmen des Summertimeprogrammes 2019 in Villach, haben sich Kinder eine Woche einem sozialen Thema gewidmet und nähten Kuschelbären für verwaiste Eltern. Mit Unterstützung der Plattform „Verwaiste Eltern“ hat es sich Christine Mirnig zur Aufgabe gemacht, Kindern eine Woche in ihrer Ferienzeit ein Thema vorzugeben, das nicht alltäglich ist.

 3 Minuten Lesezeit (371 Wörter) | Änderung am 27.08.2019 - 22.07 Uhr

Am ersten Tag lernten die Kinder durch das Nähen einen eigenen kleinen Kuschelbären, sich dem Thema „Verwaiste Eltern“ zu nähern, da im Laufe der Woche Kuschelbären entstehen sollten, die betroffenen Eltern eine Möglichkeit der Erinnerung bieten sollen. Erstaunlich schnell öffneten sich die Kinder und es entstand eine unerwartete Entschlossenheit ganz viele Bären herstellen zu wollen. Jeder einzelne Bär wurde bedächtig, einfühlsam und mit ganz viel Liebe genäht, gefüllt und verziert.

Kinder kamen mit Thema Verlust in Berührung

Durch den Besuch von Astrid Panger, Leiterin der Plattform „Verwaiste Eltern“, bekamen die Kinder weiteren Einblick in die Tätigkeit einer Trauerbegleitung durch die Plattform. Behutsam näherte man sich der Thematik Verlust und gemeinsam wurde überlegt, wer im Leben der Kinder Stütze in schweren Zeiten sein kann und wem sie sich bei Herausforderungen und Sorgen anvertrauen können. Auch in der Trauerbegleitung wird unter anderem gemeinsam mit dem trauernden Menschen überlegt, welche Ressourcen in der Familie und im Umfeld vorhanden sind. Wir bestärken, den individuellen Trauerweg mit dem eigenen Tempo zu gehen. Seine Bedürfnisse wahrzunehmen, denn was einem trauernden Menschen guttut, weiß dieser am besten.

Gelebte Trauer bedeutet Wandlung

„Wir ermutigen, über sein Kind zu erzählen, es beim Namen zu nennen. Auch wenn die Trauer schmerzt, hilft sie uns, dem Verstorbenen einen sicheren inneren Platz zu geben. Der Mensch trauert mit allen Sinnen und so soll der kleine niedliche Bär verwaiste Eltern in ihrer Trauerarbeit unterstützen. Man kann ihn drücken, halten, streicheln …. Der kleine Bär hilft, sich zu fokussieren und zu konzentrieren„, so Astrid Pranger. Oft braucht es Ermutigung, Zuversicht und Zeit, um mit dem Geschehenen und dem Verlust leben zu lernen. Gerade beim Tod eines Kindes, unabhängig seines Alters geht es darum, einen veränderten Alltag wieder lebenswert zu gestalten, so Astrid Panger in ihren Ausführungen.

Verwaiste Eltern

Die kleinen entzückenden Bären, können auch für einen Kostenersatz gekauft werden. Mit dieser Spende wird die Arbeit der Plattform „Verwaiste Eltern“ unterstützt. „Verwaiste Eltern“ bietet allen, die vom Tod eines Kindes betroffen sind, mobile Hilfe in Kärnten an.

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