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Zum Totengedenken schoss die ungarische Abordnung Salut
Zum Totengedenken schoss die ungarische Abordnung Salut © Michael Steinberger

Gedenken an die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges:

Internationales Totengedenken am Plöcken

Kötschach- Mauthen – Das traditionelle Totengedenken der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten fand bei der Plöckenkapelle am 25. August 2019 statt. Die vielen Tradtitionsträger aus dem Ausland machten die Gedenkfeier zu einem internationalen Totengedenken und einem ganz besonderen Tag.

 2 Minuten Lesezeit (319 Wörter) | Änderung am 28.08.2019 - 11.16 Uhr

Am Sonntag, dem 25. August, fand bei der Plöckenkapelle das traditionelle Totengedenken der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten statt. Der Landesobmann des Khevenhüller 7er Bundes, Oberst Georg Rosenzopf, konnte dabei neben zahlreichen Abordnungen der örtlichen Vereine und der österreichischen Traditions- und Kameradschaftsverbände auch Traditionsträger aus dem Ausland begrüßen: Alpinis aus Gradisca und Carnia, Schüler der Militärrealschule aus Ungarn in historischen Uniformen sowie den internationalen Verband der Gebirgssoldaten Slowenien.

Gedenkveranstaltung am ehemaligen Schlachtfeld

Erstmals war auch der Präsident des serbischen Gedenkvereins „Vezirac 1716“, Petar Mudri, anwesend. Die Verbindung zum Khevenhüller 7er Bund ergibt sich daraus, dass am 5. August 1716 die Schlacht von Pertwardein, zwischen der k.u.k. Armee und dem Osmanischem Reich, stattfand. Dort begründete sich die Tradition der 7er, denn der spätere Namenspatron des Regimentes, Andreas Graf von Khevenhüller, durfte dem Kaiser in Wien die Siegesbotschaft der k.u.k. Armee überbringen. Petar Mudri organisiert jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung am ehemaligen Schlachtfeld. Nach der Ansprache des Landesobmanns erfolgten nach einem kurzen ökumenischen Gottesdienst, gehalten durch die Militärgeistlichen Militärdekan Emanuel Longin und Militärkurat Johannes Hülser, Grußworte der Vertreterin des Bürgermeisters von Paluzza in Italien sowie des Vizebürgermeisters von Kötschach-Mauthen.

Lernen aus der Vergangenheit

„Entscheidend ist, dass wir aus den Ereignissen der Vergangenheit lernen“, stellte der Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes, Generalmajor Magister Gerd Ebner, schließlich in seiner Festansprache fest. Er stellte den Kärntner Abwehrkampf, der vor 100 Jahren endete, in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und merkte an, dass in unserer schnelllebigen Zeit Werte wie Heimatliebe, Treue und Mut von vielen Menschen als antiquiert betrachtet werden. Sie gelte es der Jugend zu vermitteln. Zum Abschluss des internationalen Gedenkens wurden unter den Klängen der Trachtenkapelle Mauthen und Salutschüssen in Erinnerung an die Gefallenen Kränze in der Plöckenkapelle niedergelegt.

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