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© Stadt Villach/Kompan

Neue Begrünungsaktion

Bekannte Schauspielerin übernimmt erste Baum-Patenschaft

Villach – Schauspielerin Heidelinde Weis („Der Alte“, „Traumschiff“, „Ein Fall für Zwei“, „Weißblaue G‘schichten“ und viele mehr) ist die erste Baumpatin der Wanderallee in Villachs Innenstadt. „Es ist mir eine Freude, einen Beitrag zur Begrünung dieser wunderbaren Stadt zu leisten“, sagt Weis, die seit einigen Jahren in Villach lebt. Bürgermeister Günther Albel zeigt sich hocherfreut: „Heidelinde Weis ist eine exzellente Künstlerin und hat als solche einen Blick für das Schöne. Ich sehe ihr Engagement als Wertschätzung für Villach.“

 3 Minuten Lesezeit (382 Wörter) | Änderung am 05.09.2019 - 11.57 Uhr

Wanderallee als mobile Stadtbegrünung

Die Wanderbaumallee gehört zu einem umfassenden Maßnahmen-Paket, um die Stadt grüner und klimatauglicher zu machen. In einem ersten Schritt wurden heuer zu Sommerbeginn zehn Plantanen und Baum-Magnolien angeschafft, die in transportfähigen Gefäßen auf den Hauptplatz gestellt wurden. So begrünen die rund fünf Meter hohen Bäume zwar die Innenstadt, können aber im Bedarfsfall – etwa beim Kirchtag – an einen anderen Ort überhoben werden.

Das Konzept der Allee sieht vor, dass die Bäume nur einen Sommer in der Stadt bleiben, ehe sie im Herbst an einem dauerhaften Standort im öffentlichen Raum eingepflanzt werden. Für den nächsten Sommer werden neue Bäume angeschafft. Bürgerinnen und Bürger können sich für eine Patenschaft anmelden (04242/205 6500 oder stadtgarten@villach.at). Die Kosten betragen 500 Euro, die Patin/der Pate wird auf einer Tafel beim Baum, so sie/er das möchte, namentlich erwähnt. Auch eine kurze Widmung ist möglich.

Etliche Bewerbungen für Patenschaften

„Erfreulicherweise haben wir bereits eine ganze Reihe von Anmeldungen für Patenschaften“, sagt Bürgermeister Albel. Dies zeige, dass die Villacherinnen und Villacher eine ganz besonders Verbindung zu ihrer Stadt und der Natur haben. Im kommenden Jahr, kündigt Albel an, werde das Allee-Konzept deutlich ausgeweitet: „Dann werden wir noch mehr mobile Bäume in der Stadt haben.“ Neben der Allee werden in Villach auch mobile Blumenbeete, Begrünungen für Bushaltestellen und moosbedeckte Dachflächen getestet. Zudem wurden und werden Sitzgelegenheiten begrünt. „Wir probieren derzeit möglichst viel, um das optimale Grün-Paket für Villach schnüren zu können“, sagt Albel.

Neubauten mit höherem Grünanteil

Zeitgleich arbeiten Magistratsjuristen an gravierenden Änderungen für geplante Neubauten: Bei ihnen soll der Grünanteil deutlich erhöht werden. Das Ziel sind begrünte Wände und Dächer, reduzierte Parkflächen sowie die Forcierung von kombinierten Nutzungen, etwa ebenerdig ein Supermarkt, in den Geschoßen darüber Wohnungen oder Büros. All diese Maßnahmen benötigen aber, um wirksam zu werden, ein übergeordnetes Landesgesetz. „Wert und Relevanz von Umweltschutz und klimagerechtem Bauen sind aus nachvollziehbaren Gründen deutlich gestiegen. Es ist höchste Zeit, dass dieses Gesetz kommt und dem Wandel Rechnung trägt“, drängt Albel zur Eile.

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