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Aktuell - Kärnten
Das Österreichische Bundesheer wird bei der Übung mit rund 150 Fahrzeugen, drei Booten sowie drei Hubschraubern für die notwendige Mobilität sorgen.
Das Österreichische Bundesheer wird bei der Übung mit rund 150 Fahrzeugen, drei Booten sowie drei Hubschraubern für die notwendige Mobilität sorgen. © KK/Robert Telsnig

Terrorübung "Protection 2019":

Polizei und Bundesheer üben für den Ernst­fall

Kärnten – In nächster Zeit könnte es sein, dass ihr vermehrt Polizei- und Bundesheerkräfte auf Kärntens Straßen seht. Aber kein Grund zur Sorge, denn in den kommenden Tagen übt die Landespolizeidirektion Kärnten zusammen mit dem Militärkommando Kärnten den sicherheitspolizeilichen Einsatz im Falle einer Terrorbedrohung. Im Vordergrund steht hier das unmittelbare Zusammenwirken von Polizei und Bundesheer. Es geht darum, die Abläufe im Arbeitsprozess zu optimieren und aufeinander abzustimmen.

 2 Minuten Lesezeit (283 Wörter) | Änderung am 09.09.2019 - 08.29 Uhr

Geübt wird von Montag den 9. September bis Donnerstag den 12. September. Heute trifft sich der gemeinsame Einsatzstab in der Einsatzzentrale in der Landespolizeidirektion. Im Militärkommando wird ein Lagezentrum eingerichtet. Hier werden einsatztaktische Angelegenheiten, sozusagen am „grünen Tisch“ simuliert und beübt. Auch die Mobilität muss geübt werden, weshalb es am morgigen Dienstag, dem 10. September und Mittwoch, dem 11. September in den Bezirken Klagenfurt-Land, St. Veit an der Glan, Völkermarkt und Wolfsberg zu einer erhöhten Präsenz von Polizei und Bundesheer kommen kann.

Praktische Übung bei simuliertem Anschlag

Als Höhepunkt und Abschluss der Übung ist am Donnerstag, dem 12. September, ein Szenario am Truppenübungsplatz Glainach geplant. Hier wird das direkte und unmittelbare Zusammenwirken von Polizei und Bundesheer beim gemeinsamen Schutz eines Objekts und bei einem simulierten Anschlag – quasi im Zeitraffer – beübt werden.

Bundesheer und Polizei arbeiten zusammen

Insgesamt werden von Seiten des Bundesheeres 925 Soldatinnen und Soldaten – davon 786 Milizangehörige – an der Übung teilnehmen. Dabei wird das Österreichische Bundesheer mit rund 150 Fahrzeugen, drei Booten sowie drei Hubschraubern für die notwendige Mobilität sorgen.

Seitens der Polizei wird der Personalaufwand im Vergleich zum Bundesheer deutlich geringer ausfallen. Eingesetzt werden rund 50 Kärntner Kräfte, vorwiegend aus der Einsatzabteilung, der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung, des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie den örtlich zuständigen Bezirkskommanden. Zudem steht je nach Anforderung durch den Einsatzstab auch ein Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Klagenfurt zur Verfügung.

Service-Hotline für Fragen

Die Truppenbewegungen und operativen Übungsteile am Dienstag und Mittwoch könnten möglicherweise für Unruhe unter der Kärntner Bevölkerung sorgen. Als Serviceleistung dazu wird beim Bundesheer vom 9. bis 12. September eine eigene 24-Stunden Service-Hotline unter der Nummer 0664 622 6180 eingerichtet.

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