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Zugverkehr:

Bahnlärm könnte um die Hälfte reduziert werden

Kärnten – „Die Aufnahme der gesamten Wörthersee Strecke einschließlich der Knoten Klagenfurt und Villach in den leisen Schienenkorridor würde laute Güterwaggons ab 2024 endlich von der Südbahn verbannen und besonders bei Nachtzeiten eine deutliche Reduktion der Lärmbelastung bedeuten. Dazu haben wir jetzt die Chance durch eine neue Lärmschutz-Regelung der EU. Der Bund ist gefordert, im Sinne der betroffenen Anrainer zu handeln“, so der Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig. Heute wurde in der Regierungssitzung ein gemeinsamer Beschluss gefasst.

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Eine neue europäische Lärmschutzregelung könnte in Kärnten, ab Dezember 2024, laute Güterzüge auf der Wörtherseestrecke verhindern. Zweck der TSI-Noise Verordnung ist es, für alle Mitgliedsstaaten einheitliche Lärmschutz-Regelungen im internationalen Schienenverkehr festzulegen. „Bis November müssen die „leisen Strecken“ für Kärnten allerdings vom Bund an die EU gemeldet werden. Dieses Zeitfenster müssen wir für Kärnten nutzen“, so Landesrat Martin Gruber.  Für die Anrainer wären die Auswirkungen unmittelbar spür- und hörbar: Es dürften auf dieser Strecke beispielsweise nur mehr Güterwaggons fahren, die mit leiseren Bremssohlen, Scheibenbremsen oder Verbundstoffbremssohlen ausgerüstet sind. „Jeder Zug, der durchfährt, wird dadurch im Schnitt um 10 Dezibel leiser. Das heißt, mit einem Schlag würde sich der wahrgenommene Bahnlärm um die Hälfte reduzieren“, heben Gruber und Schuschnig die Bedeutung für den Lärmschutz hervor.

Weitere Schritte geplant

Dennoch soll die Aufnahme in den lärmarmen Korridor nur der erste Schritt sein. „Langfristig müssen wir den Güterverkehr auf eine eigene Bahntrasse verlagern“, fordern beide Landesräte. „Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass die Zentralraumtrasse in den ÖBB-Rahmenplan aufgenommen wird“, so  Schuschnig. Bereits im Oktober sollen dazu auf höchster Ebene Gespräche mit den Österreichischen Bundesbahnen und dem zuständigen Ministerium stattfinden.

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