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Viele Beschwerden:

Kein Platz im Bus: „Meine Kinder wurden zurückgelassen“

Villach – Derzeit sorgt der neue Fahrplan der Kärntner Linien für viel Aufregung. Leserinnen und Leser kritisieren, dass es für ihre Kinder zu langen Wartezeiten und mehrmaligen Umsteigen käme. Ein Fall wurde sogar geschildert, bei dem "Kinder an der Haltestelle stehen gelassen wurden, weil der Bus bereits voll war". Der versprochene zweite Bus danach soll dann auch nicht gekommen sein.

 3 Minuten Lesezeit (418 Wörter)

Die Eltern haben die Kinder dann entdeckt und in die Schule gebracht. „Für viele ist das jedoch eine große Herausforderung, manche fahren zur Arbeit nämlich in eine andere Richtung.“ Der neue Fahrplan der Kärntner Linien sorgt zum Schulbeginn also für einiges an Kopfschütteln. Aber der Vater ist nicht der Einzige, der sich in den letzten Tagen meldete.

Kinder einfach an Haltestelle stehen gelassen

Der Vater, dessen Kinder einfach zurück gelassen wurden, weil kein Platz mehr im Bus gewesen sei, erzählt: „Letztes Jahr in der Früh fuhren um kurz vor 7 Uhr noch zwei Busse Richtung Hauptbahnhof Villach“. Wolfgang Wieser aus St. Niklas gegenüber 5 Minuten Villach: „Jetzt fährt nur mehr ein Bus und der hat scheinbar keine ausreichende Kapazität für die Schülerinnen und Schüler.“ Er versteht überhaupt nicht, wie so ein Chaos herrschen kann, zweimal wurden die Kinder in den letzten zwei Tagen an der Haltestelle stehen gelassen. „Der versprochene Bus, der zehn Minuten später kommen sollte, ist nicht gekommen und so musste meine Frau unsere Kinder in die Schule bringen.“ Für berufstätige Eltern, ist das alles sehr stressig.

„Bodenlose Frechheit“

„Das ist eine bodenlose Frechheit was da jetzt mit uns Gemeindebürgern gemacht wird“, beschwert sich eine andere 5 Minuten Leserin. Laut ihr wurden in der Gemeinde Feistritz an der Drau die Busse mit der Direktverbindung Spittal an der Drau nach Villach eingestellt. „Ich habe eine behinderte Tochter, die nie den Führerschein machen kann. Sie ist auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen“, erzählt uns die besorgte Mutter. „Sie ist bisher ohne Probleme von A nach B gekommen. Jetzt braucht sie die doppelte Zeit und muss zudem noch umsteigen.“

Längere Fahrzeiten?

„Eine Bekannte von mir wohnt in Feffernitz und arbeitet in Spittal an der Drau. Sie muss jetzt drei Mal umsteigen, um in die Arbeit zu kommen. Früher hatte sie eine Direktverbindung“, erzählt uns eine Leserin. „Die Schüler, welche nach Spittal an der Drau in die Schule fahren, müssen nun einmal umsteigen und den Zug nach Spittal benutzen. Für eine Fahrtstrecke von zwölf  km brauchen sie dann 55 Minuten.“

Bei so vielen Beschwerden kommt natürlich die Frage auf, aus welchem Grund diese Änderungen am Busplan durchgeführt wurden. Was ist da los?  Für eine Auskunft diesbezüglich konnte bislang weder die Geschäftsführung der Kärntner Linien noch ein Ansprechpartner der ÖBB Postbusse erreicht werden. Der Artikel wird mit weiteren Informationen ergänzt.

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