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Weißt du, was du steuerlich bei der Vermietung deiner Privatwohnung beachten musst? Erfahre hier mehr darüber.
SYMBOLFOTO Weißt du, was du steuerlich bei der Vermietung deiner Privatwohnung beachten musst? Erfahre hier mehr darüber. © pixabay
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Die Confida-Steuertipps

Worauf du bei der Zimmer­vermietung bei „Airbnb“ achten solltest

Villach – Du möchtest deine Wohnung oder dein Haus über Airbnb vermieten und nebenbei etwas Geld verdienen? Das klingt sehr verlockend. Jedoch solltest du dich über die steuerliche Situation genau informieren. Wir haben für euch mit unserem Steuer-Experten Mag. Martin Zankl von CONFIDA Villach gesprochen, welche Steuern, Abgaben und sonstige Verpflichtungen bei der online Privatzimmervermietung zu beachten sind.

 5 Minuten Lesezeit (621 Wörter) | Änderung am 30.09.2019 - 09.18 Uhr

Privatzimmervermietung über „Airbnb“ wird immer beliebter. Es klingt ja auch sehr unkompliziert, so glauben viele. Ein paar Fotos der zu vermietenden Wohnung machen und samt der Beschreibung hochladen und schon kann Geld gescheffelt werden. Doch so einfach ist es oft nicht! Wir haben mit Steuerexperte Martin Zankl darüber gesprochen, worauf du bei der Vermietung achten solltest.

Darf ich meine Wohnung vermieten?

Du möchtest deine Eigentumswohnung gerne wiederholt für kurze Zeit an Touristen oder Kurzzeitarbeiter vermieten? Dann ist es ratsam zuerst den Wohnungseigentumsvertrag zu überprüfen. Dort ist unter anderem die Widmung des Wohnobjekts, das heißt eine bestimmte Nutzung (z.B. zu Wohnzwecken, zu Ferienzwecken, als Geschäftsraum), vereinbart. In den meisten Fällen sind Häuser, in denen sich Eigentumswohnungen befinden, Wohnzwecken gewidmet. „Ein Wohnobjekt, welches im Wohnungseigentumsvertrag als Wohnung gewidmet ist, darf laut dem Obersten Gerichtshof erst dann für touristische Zwecke vermietet werden, wenn es davor umgewidmet wurde“, weiß Steuerexperte Zankl.

Tipp:

Wenn eine Eigentumswohnung gekauft wird und geplant ist, diese fallweise zu touristischen Zwecken zu vermieten, ist es empfehlenswert, sich dieses Recht im Wohnungseigentumsvertrag festschreiben zu lassen. Dies kann beispielsweise durch einen Hinweis „Nutzung zu Ferienzwecken“ erfolgen.

Ab wann brache ich ein Gewerbe?

Neben professionellen Unternehmern, die Airbnb als günstige Werbe- und Buchungsplattform für ihre Angebote nutzen, gibt es genügend Anbieter, die diese Plattformen tatsächlich nur in sehr kleinem Rahmen nutzen, um ihre ansonsten leerstehenden Wohnungen oder Zimmer kurzfristig zu vermieten. Doch welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten für diese privaten Anbieter bei der Zimmervermietung? Im Rahmen von „häuslichen Nebenbeschäftigungen“ fällt die reine Wohnraumvermietung nicht unter die Gewerbeordnung. „Erst ab einer Bettenanzahl von über zehn Betten liegt ein reglementiertes Gastgewerbe vor und man benötigt dafür einen Befähigungsnachweis (Gewerbeberechtigung)“, erklärt uns der Steuerexperte.

Was ist steuerlich zu beachten?

Steuerrechtlich sieht die Sache etwas anders aus. „Eine Tätigkeit ist dann als gewerblich anzusehen, wenn sie über die eigentliche Vermietungstätigkeit hinaus reicht. Dies kann insbesondere bei der Erbringung von Zusatzdienstleistungen wie Verpflegung, W-Lan, tägliche Zimmer-/ Wäschereinigung etc. der Fall sein“, so Zankl. Auch hier wird ab einer Vermietung von mehr als zehn Betten oder fünf Apartments ein erhöhter Verwaltungsaufwand vermutet und deshalb davon ausgegangen, dass es sich um eine gewerbliche Tätigkeit handelt.

Zusammengefasst sind für die Beurteilung der Gewerblichkeit sowohl das äußere Erscheinungsbild der Vermietungstätigkeit, der allgemein betriebene Verwaltungsaufwand (Bettengrenze) und etwaige zusätzlich erbrachte Dienstleistungen maßgeblich.

Tipp:

Im Zweifelsfall lieber vor Beginn der Vermietung die Meinung eines Experten einholen.

 

Zur Person

Confida Tax Audit Consulting

Mag. Martin Zankl, CONFIDA, ist seit 2005 Geschäftsführer der CONFIDA Villach. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind Gründerberatung, Rechtsformwahl, Umstrukturierungen, Steueroptimierung und -planung und das gesamte Rechnungswesen. Durch seine Tätigkeit in einer internationalen Wirtschaftstreuhandgesellschaft in Wien ist Martin Zankl auch firm mit internationalen steuerrechtlichen Bestimmungen.

Über die CONFIDA

Die CONFIDA Villach Wirtschaftstreuhand GmbH wurde 1978 gegründet und ist seit damals erfolgreich im gesamten wirtschaftstreuhänderischen Spektrum tätig. Das Team zeigt hohes Engagement und die Kundenorientierung ist seit jeher höchster Grundsatz der Geschäftsleitung. Neben Lohnverrechnung, Buchhaltung und Bilanzierung berät die CONFIDA Villach in allen Bereichen der klassischen Steuerberatung wie Steueroptimierung, Rechtsformwahl, Umstrukturierungen und besonders Unternehmensgründungen und -nachfolgen. Hier kann das generationenübergreifende Team modernes Know-How mit jahrelanger Erfahrung optimal kombinieren.

  • Vertretung und Beratung in steuerlichen Angelegenheiten
  • Beratung bei der Wahl der optimalen Rechtsform
  • Optimierung der Steuerplanung und International Tax Services
  • Beratung italienischer Klienten in Steuer- und Finanzfragen
  • Vertretung in lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtlichen Angelegenheiten
  • Rechnungswesen – Organisation, Ergebnisanalyse, Prozessoptimierung
  • Unternehmensbewertungen nach internationalen Bewertungsstandards
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Businessplänen und Planungsrechnungen
  • Subventions- und Förderungsberatung
  • Gründungsberatung – unternehmensrechtlich, steuerlich, betriebswirtschaftlich
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CONFIDA Villach Wirtschaftstreuhand GmbH

10. Oktober-Straße 18
9500 Villach
Tel.: 04242 29016
kanzlei@confida-villach.at
www.confida.at
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