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Politik - Kärnten
LR Gruber:
SYMBOLFOTO LR Gruber: "Der heutige tödliche Verkehrsunfall zeigt [...], dass auf dieser Strecke endlich etwas getan werden muss." © 5min

Nach tödlichem Verkehrsunfall:

Verhandlungen für Sicher­heits­aus­bau der B317 wieder auf­genommen

Friesacher Straße – Nach zwei tödlichen Verkehrsunfällen hat Landesrat Martin Gruber die Verhandlungen mit der ASFINAG zur B317 Friesacher Straße wieder aufgenommen. Zudem habe er auch Alternativen zum Vollausbau erarbeiten lassen, die heute in der Regierungssitzung behandelt wurden.

 4 Minuten Lesezeit (495 Wörter) | Änderung am 24.09.2019 - 14.36 Uhr

„Der heutige tödliche Verkehrsunfall zeigt auf sehr tragische Weise und erneut, dass auf dieser Strecke endlich etwas getan werden muss“, erklärt LR Gruber am Dienstag, den 24. September 2019, beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Dabei spielt er auf den tragischen Verkehrsunfall auf der B317 Friesacher Bundesstraße an, bei dem heute ein LKW mit einem PKW frontal zusammengestoßen war. Der PKW-Lenker ist noch am Unfallort verstorben. Auch im August hat ein schwerer Verkehrsunfall auf derselben Straße vier Tote gefordert.

Verhandlungen mit der ASFINAG wieder aufgenommen

Aus diesem Grund habe Gruber nicht nur die Verhandlungen mit der ASFINAG für den Sicherheitsausbau der B317 wieder aufgenommen, sondern auch Alternativen zum Vollausbau erarbeiten lassen, welche heute, Dienstag, in der Regierungssitzung behandelt wurden. „Wir wollen natürlich einen vierspurigen Vollausbau bis zur Landesgrenze erreichen. Und damit gehen wir im Oktober in die weiteren Verhandlungen mit der ASFINAG. Aber wir müssen auch vorbereitet sein, für andere Szenarien“, erklärte Gruber.

Würde die ASFINAG dem Vollausbau zustimmen, rechne die Landesregierung mit einer sehr langen Umsetzungszeit. „Das Gesamtprojekt kostet mindestens 220 Millionen Euro. Das kann niemand von heute auf morgen realisieren“, erklärte Gruber. Dafür brauche es Übergangslösungen. Auch auf ein zweites Szenario müsse man vorbereitet sein: „Lehnt die ASFINAG den Vollausbau endgültig ab – so leid mir das auch tun würde – für diesen Fall haben wir bauliche Alternativen prüfen lassen“, so Gruber.

Varianten für Übergangslösungen

Variante 1 sehe vor, eine Fahrspur zugunsten einer Mitteltrennung mittels Betonleitwänden aufzugeben. Abwechselnd gebe es dann in Fahrtrichtung Norden oder in Fahrtrichtung Süden eine oder zwei Fahrspuren, sodass alle paar Kilometer das Überholen möglich ist. Bei Variante 2 würden vier Spuren erhalten bleiben und nur eine kleinere Mitteltrennung mittels Stahlleitwand errichtet werden. „In etwa so, wie es die ASFINAG selbst bei jahrelangen Baustellen auf Autobahnen macht“, erklärte der Straßenbaureferent. Diese Lösung würde aber mit Sicherheit ein Überholverbot für LKW sowie eine Geschwindigkeitsbeschränkung für PKW auf zumindest 80 km/h mit sich bringen.

Verhandlungen starten im Oktober

Beide Varianten will Gruber bei den im Oktober startenden Gesprächen zum Kärntner Mobilitätspaket einbringen. In das sollen alle Straßenbauprojekte im höherrangigen Straßennetz einfließen, die sowohl Land Kärnten als auch ASFINAG als prioritär erachten, inklusive eines beiderseits verbindlichen Zeitplans. „Der Sicherheitsausbau der S37 bzw. B317 ist für mich ganz klar ein solches prioritäres Projekt“, unterstrich Gruber.

FPÖ: „Sicherheitsausbau ist schnellstens umzusetzen“

„Man weiß seit Jahren um die Gefährlichkeit dieser Strecke und die Politik darf nicht mehr wegschauen, sondern hat endlich zu handeln“, betonen auch FPÖ-Landesparteisekretär BR Bgm. Josef Ofner und FPÖ-Landtagsabgeordneter Bgm. Franz Pirolt. „Die Kärntner Landesregierung und die ASFINAG müssen im Sinne der Kärntner Bevölkerung, insbesondere der vielen Pendler, die Gesamtlösung für die S 37 bis zur steirischen Landesgrenze endlich fixieren und umsetzen“, verlangen Ofner und Pirolt.

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