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Politik - Klagenfurt
v.l.n.r.: LHStv.in Beate Prettner, Kerstin Rom und LH Peter Kaiser
v.l.n.r.: LHStv.in Beate Prettner, Kerstin Rom und LH Peter Kaiser © Büro LHStv.in Prettner

550 Unterschriften gesammelt:

Petition: Forderung nach Psycho­therapie auf Kranken­schein

Klagenfurt – Psychologische Behandlung und Psychotherapie auf Krankenschein: Diese Forderung hat am Dienstag, den 24. September 2019, in Form einer Petition (inklusive 550 Unterschriften) die klinische Psychotherapeutin Kerstin Rom an Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner übergeben.

 2 Minuten Lesezeit (283 Wörter)

Die Forderung ist sowohl bei Kaiser als auch bei Prettner auf offene Ohren gestoßen: „Von psychischen Krisen betroffene Menschen benötigen nicht nur eine qualitativ hochwertige, sondern vor allem auch eine rasche und leistbare Hilfe.“ Allerdings wird nur klinisch-psychologische Diagnostik, nicht aber psychologische Behandlung von der Sozialversicherung übernommen. Es hat zwar mehrmalige Verhandlungen zwischen Hauptverband und Österreichischem Bundesverband für Psychotherapie gegeben, eine Gesamtlösung ist aber bis heute ausständig.

Die Folge: Die Kassen leisten lediglich einen Kostenzuschuss, der je nach Kasse zwischen 28 und 50 Euro pro Einheit im Einzelsetting beträgt. „Dieser deckt teilweise nicht einmal die Hälfte der Kosten einer psychotherapeutischen Einheit, die im Schnitt zwischen 70 und 100 Euro kostet, ab“, wissen Kaiser und Prettner um die Problematik.

Aufgabe der Sozialversicherungen

Wie sie erklärten, habe das Land selbst keine Einflussmöglichkeiten in das sozialversicherungs-rechtliche Leistungswesen. Im Gegenteil: „Wir müssen dieses Manko so gut es geht kompensieren, indem wir mit Trägern wie pro mente oder Caritas entsprechende Verträge abschließen. Gerade heute haben wir in der Regierungssitzung eine Förderung für pro mente beschlossen“, so Prettner. Allerdings könne man weder auf Dauer noch zu 100 Prozent die Aufgabe der Sozialversicherungen übernehmen.

Kaiser wolle alles versuchen

Kaiser versicherte, alles versuchen zu wollen, damit es trotz bis dato schlechter Vorzeichen zu einem neuen Gesamtvertrag kommt, der Psychotherapie auf Krankenschein möglich macht. „Eine derartige Lösung würde schließlich auch teure Folgekosten verhindern“, ist Kaiser überzeugt. In einem ersten Schritt regte er dazu an, eine entsprechende Petition an den Landtag zu übergeben, um mit einer parlamentarischen Behandlung in Kärnten die Verantwortlichen im Bund bzw. in der neuen Österreichischen Gesundheitskasse für diese wichtige Sache zu sensibilisieren.

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