Zum Thema:

16.10.2019 - 14:58Stadt­werke prüfen ob Klage gegen Gemeinde­rat möglich16.10.2019 - 11:45Hier werden junge Mülltrennungs­profis ausgebildet15.10.2019 - 21:27VP und FP fordern Alkohol­verbot in der Innen­stadt15.10.2019 - 20:26Darum kreiste der Hub­schrauber über Klagenfurt
Leute - Kärnten
© LPD Kärnten/Wolfgang Jannach

Tag der Begegnung

Kärnten zeigt sich tolerant gegenüber anderen Religionen

Klagenfurt – Zum "Tag der Begegnung" lud gestern, am 24. September, die Islamische Religionsgemeinde Kärnten. Im Fokus der Ansprachen im Seepark Hotel in Klagenfurt standen das Gemeinsame und das Miteinander, aber vor allem der so wichtige Dialog.

 2 Minuten Lesezeit (313 Wörter) | Änderung am 25.09.2019 - 17.54 Uhr

Landeshauptmann Peter Kaiser erinnerte an das Jahr 2014, als die Idee geboren worden sei, sich mit dem „Tag der Begegnung“ bereits abzeichnenden gesellschaftspolitischen Herausforderungen zu stellen und aufeinander zuzugehen. „Mittlerweile ist dieser Tag eine fixe positive Einrichtung, die eigentlich Selbstverständliches zusammenfasst.“

Mehr Orientierung

„In vielen veröffentlichten Meinungen wird häufig nur auf das Trennende verwiesen, aber ich glaube, dass wir uns auf das Gemeinsame besinnen sollten“, sagte der Landeshauptmann. Menschen würden mehr denn je Orientierung brauchen und genau das sei das Gemeinsame von Politik und Religion. „Ich vertraue auf Menschen mit Mut zum aufrechten Gang und mehr Rückgrat, um den aktuellen Mechanismen entgegenzutreten“, betonte Kaiser.

„Es gibt keine fremden Menschen“

Günther Albel zeigte sich als Bürgermeister von Villach sehr stolz auf seine weltoffene Stadt, wo das Miteinander über alle Grenzen hinweg schon lange gelebt werde. „Es gibt keine fremden Menschen, nur Menschen, denen man zu wenig begegnet ist.“

Tolerantes Kärnten

Hasudin Atanovic, erster Imam der IRG Kärnten und IZBA Mitglied Oberste Rat IGGÖ, hob die Bedeutung des interreligiösen Dialogs hervor. „Wir lieben Europa, wir lieben Österreich – in der Verschiedenheit liegt die Kraft unseres Heimatlandes.“ Esad Memic, Vorsitzender der IRG Kärnten und Vizepräsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) dankte dem Landeshauptmann für das tolerante Klima in Kärnten. „Alle Kärntner Muslime sind bemüht, positive Beiträge für die Gesellschaft zu leisten, denn es ist wichtig, füreinander zu sorgen und einander zu respektieren.“

Für Christen ist Miteinander wichtig

Für die christlichen Kirchen in Kärnten sprachen Superintendent Manfred Sauer und Dompropst Msgr. Engelbert Guggenberger. Beide betonten die Wichtigkeit eines regelmäßigen Dialogs unter allen Religionsgemeinschaften. „Begegnung zwischen Religionen und Konfessionen in Kärnten ist kein Einzelfall, sondern im Alltag verankert“, so Guggenberger. Sauer verwies auf die Wichtigkeit von Herzensbildung: „Hier sind wir im interreligiösen Dialog gefordert.“

Kommentare laden
ANZEIGE