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Nach Masern & Hepatitis:

Wie gefährlich sind Hanta­viren?

Kärnten – Das Hantavirus wird hauptsächlich durch Rötelmäuse auf den Menschen übertragen. In Kärnten gibt es in diesen Jahr zwar erst zwei bekannte Fälle, doch in der Steiermark verbreitet sich das Virus heuer sehr schnell - schon über 100 Infektionen sind dort bekannt. Gibt es auch in Kärnten eine Ansteckungsgefahr? 

 2 Minuten Lesezeit (271 Wörter)

Heuer wurden in der Steiermark bereits auffällig viele Fälle von Patienten und Patientinnen gemeldet, welche an sogenannten Hantaviren erkrankt sind – insgesamt sind es über 100 bekannte Infektionen. In Kärnten sieht es aktuell mit zwei bekannten Fällen noch recht ruhig aus. Dies bestätigt uns auch Dr. Heimo Wallenko, Sachgebietsleiter für Infektionsschutz bei der Gesundheitsabteilung Kärnten. „Wir nehmen das Virus derzeit in Kärnten nicht wahr, alles ist im grünen Bereich“, entwarnt der Experte. Da es aber in Nachbarbundesländern bereits zahlreiche Fälle gibt, wurde ein Rundschreiben an die Krankenhäuser versendet, in welchem gebeten wird, auf mögliche Erkrankungen zu achten.

Virus wird von Nagetieren übertragen

Das Virus wird von wilden Mäusen, hauptsächlich Rötelmäusen übertragen. „Die Hantaviren werden in weiterer Folge von den infizierten Nagetieren ausgeschieden. Für eine Übertragung ist kein direkter Kontakt zu den betroffenen Nagern nötig, denn meist werden Hantaviren eingeatmet“, erklärt Wallenko. Die Krankheit beginnt oft mit Fieber sowie grippeähnlichen Symptomen, wie Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen. Auch Rachenrötung, Husten oder eine Lichtempfindlichkeit der Augen können auftreten. Des Weiteren kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen.

Mundschutz zur Vorbeugung

Am häufigsten kommt das Virus im Mittelgebirge vor. Schützen kann man sich, indem man den direkten Kontakt mit den Ausscheidungen der Tiere vermeidet und zum Beispiel einen Mundschutz trägt, wenn diese weggemacht werden müssen. Eine Impfung gegen Hantaviren gäbe es laut dem Experten zwar nicht, in unseren Breitengraden heile die Krankheitsform aber meist folgenlos ab. „Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu einer Nierenbeteiligung kommen“, weiß Wallenko.

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