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DNA-Analyse ausgewertet:

Feffernitz: „Spuren des Opfers auf T-Shirt ge­funden“

Feffernitz – Im August wurde eine 31-jährige Frau aus Feffernitz tot in ihrer Badewanne gefunden. Dringend tatverdächtig ist ein 36-jähriger Mann. Ein Test bestätigt nun, dass sich DNA-Spuren der Ermordeten am T-Shirt des Verdächtigen befinden. 

 2 Minuten Lesezeit (330 Wörter) | Änderung am 01.10.2019 - 17.12 Uhr

Der 36-Jährige wird verdächtigt, die schwangere Frau im August ermordet zu haben. Bereits Ende September bestätigte der Anwalt Hans Gradischnig, dass ein DNA-Test ergab, dass der Mann der Vater des Kindes war. Schon damals erklärte Gradischnig, dass der Vaterschaftstest nichts über den Verlauf des letzten Abends im Leben der Ermordeten aussage. „Erst ein molekulargenetischer DNA-Test der Kleidung des Opfers und der meines Mandanten wird Aufschluss darüber geben, ob er zum Tatzeitpunkt Körperkontakt zur Ermordeten hatte“, betonte der Anwalt im September gegenüber 5 Minuten.

Analyse wurde ausgewertet

Auch diese Analyse wurde nun ausgewertet. Dies bestätigte Christian Priker von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt gegenüber 5 Minuten. „Es handelt sich hierbei um ein Gutachten über Spuren am T-Shirt des Beschuldigten“, erklärt Pirker. „Sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Kleidungsstücks wurden Spuren des Opfers gefunden.“ 

„Geringfügige Signale auf der Vorder- und Rückseite des T-Shirts“

Gegenüber 5 Minuten hat sich nun auch Anwalt Hans Gradischnig zu Wort gemeldet. Er bestätigt: „Die gesamte spurenkundliche DNA-Untersuchung ist da.“ Laut Gradischnig wurden in der Wohnung des Opfers keine Spuren seines Mandaten gefunden. „Weder auf Türgriffen, noch im Bereich der Badewanne oder auf den Amaturen.“ Auch Kleidung und Schuhe wurden untersucht. Hierbei wurden laut Gradischnig lediglich geringfügige Signale auf der Vorder- und Rückseite des T-Shirts seines Mandanten festgestellt.

„Meines Erachtens ist das kein Beweis“

„Wenn man die Tathandlung rekonstruiert, dann müssten sich starke Signale finden lassen“, betont Gradischnig im Interview mit 5 Minuten.  Laut des Gutachtens haben aber nur minimale Spuren auf das Opfer hingewiesen. „Meines Erachtens ist das kein Beweis“, erklärt der Anwalt. Der 36-Jährige könnte das T-Shirt, laut dem Anwalt, auch bei einem früheren Besuch getragen haben.

Morgen, am 2. Oktober 2019, stehe eine erneute Haftprüfungsverhandlung an. „Ich werde dort den Antrag auf eine Enthaftung meines Mandanten stellen“, erklärt Gradischnig. Der verdächtige 36-Jährige sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

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