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27.07.2018 - 16:22„Anna Neumann“-Bar eröffnet in Villach19.12.2016 - 17:21Plastikteile in Nudeln mit Steinpilzfüllung
Leute - Villach
© Marcus Frohnwieser

Plastik adé – Nudel ole

Der Umwelt zuliebe: Anna Neumann Bar setzt auf Trink­halme aus Nudeln

Villach – Bald ist es so weit, dann dann zieht die Nudel in die Anna Neumann-Bar ein und tritt von dort aus zu einem hoffentlich beispielhaften und umweltfreundlichen Siegeszug an. Dabei gibt es die Pasta nicht als Speise auf den Tellern sondern ungekocht als Trinkhalm im Glas. 

 2 Minuten Lesezeit (308 Wörter) | Änderung am 02.10.2019 - 11.43 Uhr

Das Thema Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde und nimmt natürlich auch in der Gastronomie einen immer höheren Stellenwert ein. Und oft sind es bereits vermeintliche Kleinigkeiten, die Großes bewirken können. „Plastiktrinkhalme, grundsätzlich zwar recyclebar, werden von den großen Recyclingmaschinen schwer oder gar nicht erfasst, verstopfen sie und können Schäden verursachen. Der Großteil landet daher auf Mülldeponien, wo Sie durch Wind und andere Einflüsse in den Naturkreislauf gelangen. Von da an heißt es dann, 15 Minuten benutzt und die weiteren 500 Jahre der vollkommenen Zersetzung ausgesetzt. Zudem wird Plastik aus Erdöl hergestellt, einem immer knapper werdenden Rohstof“, schreibt Inhaber Marcus Frohnwieser in einer Presseaussendung.

Vom Plastik zur Nudel

Viele Gründe also, warum sich die Anna Neumann-Bar in Villach entschlossen hat, einen neuen Weg einzuschlagen, um so ihren Anteil beizutragen diese Art der Plastikverschmutzung einzudämmen. „Wir werden zukünftig die 20.000 Strohhalme, die wir pro Jahr verbrauchen, aus dem Lokal verbannen und auf ein anderes Produkt setzen – die Nudel“, freut sich Inhaber Marcus Frohnwieser auf die österreichweite Innovation, für die zahlreiche Gründe sprechen.

Nudeln schmecken nicht nur köstlich,…

…sie sind auch anderweitig einsetzbar. „Obwohl eher aus der traditionellen italienischen Küche bekannt, eignet sich das Lebensmittel auch optimal als Trinkhilfe, da sie sich in kalten Getränken viel langsamer als jeder Papierhalm auflöst“, weiß Frohnwieser. Außerdem werden für die Produktion nur zwei natürliche Zutaten verwendet, nämlich Weizen und Wasser. Die Nudeln sind zudem geschmacksneutral, frei von jeglichen Zusatzstoffen, vegan und biologisch abbaubar. „Dafür nehmen wir auch die 34-fachen Mehrkosten im Vergleich zu den herkömmlichen Halmen gerne in Kauf, um unseren Beitrag zu leisten. Und das alles ohne Mehrkosten für unseren Gast“, versprichtder Inhaber. Ab Anfang Oktober soll die Nudel dann die Strohalme in der Bar ersetzen.

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