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Aktuell - Kärnten
Hubert Plamenig von der ELBE GmbH ist ein Profi auf dem Gebiet der Netzwerksicherheit.
Hubert Plamenig von der ELBE GmbH ist ein Profi auf dem Gebiet der Netzwerksicherheit. © ELBE GmbH

Kärntner Unternehmen warnen:

Achtung: Aktuell ver­mehrt Phishing-Mails im Um­lauf

Kärnten – Ein falscher Klick und schon ist es passiert. Aktuell warnen zahlreiche Unternehmen vor sogenannten Phishing-Mails. Auch die Omya AG wurde im August Opfer eines Cyber-Angriffs. Wir von 5 Minuten haben daher beim Experten, Hubert Plamenig von der ELBE GmbH nachgefragt. Der Profi für Netzwerksicherheit empfiehlt: "Im besten Fall sollte man auf solche Mails gar nicht erst reagieren."

 3 Minuten Lesezeit (420 Wörter) | Änderung am 02.10.2019 - 20.34 Uhr

Aktuell gibt es, laut Experten, massive Spam- und Phishing-Mail-Attacken im Raum Villach. Die Mails werden dabei scheinbar wahllos an die Kärntnerinnen und Kärntner verschickt. „Zahlreiche Kunden haben sich bereits bei uns gemeldet und erklärt, dass sie eine Mail mit einem Virus erhalten haben“, schilder uns der Geschäftsführer der Chickis GmbH, „Miki“ Aleksic. Er ist nur einer von vielen betroffenen Villacher Unternehmen, die aktuell als Absender von Spam- und Phishing-Mail Aussendungen betroffen sind. Gerade erst gestern warnte der Energieversorger Kelag seine Kunden vor gefälschten E-Mail.

„Die Mails keinesfalls öffnen!“

Die Mail enthält vielfach ein Dokument im Anhang. Im Schreiben wird man aufgefordert diese Datei zu öffnen. „Dies sollte man aber unbedingt unterlassen“, warnt Aleksic. Richard Kales, von der Informationssicherheit bei der KELAG ergänzt: „Klickt man [das Dokument] an, so wird eine Schadsoftware aus dem Internet nachgeladen.“ Diese liest im weiteren Verlauf die Daten der Betroffenen aus.

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Achtung Phishing-Mail: Dieses Schreiben wird aktuell von Betrügern an die Kärntner und Kärntnerinnen versendet.

Achtung Phishing-Mail: Dieses Schreiben wird aktuell von Betrügern an die Kärntner und Kärntnerinnen versendet. - © KK

Profi empfiehlt: „Keinesfalls Geldforderungen nachkommen“

Aufgrund der massiven Spam-Attacken der vergangenen Tage haben wir von 5 Minuten beim Experten nachgefragt. Hubert Plamenig von der ELBE GmbH ist ein Profi auf dem Gebiet der Netzwerksicherheit. Er empfiehlt: „Im besten Fall sollte man auf solche Mails gar nicht erst reagieren.“ Vor allem in letzter Zeit sei es laut dem Profi wieder vermehrt zu Anfragen bezüglich Phishing-Mails gekommen. Die Betrüger kommen an Verteilerlisten von Firmen und schicken dann Mails an die Kundenlisten des Unternehmens aus. Über das Schreiben versuchen sie dann an die Daten der Empfänger zu kommen. Oft wird auch versucht, diese dazu zu bringen, Geld zu überweisen. „Auch dieser Forderung sollte man auf keinem Fall nachkommen!“

„Oft reicht es schon, wenn man die Mail liest“

…, damit die Schadsoftware am PC landet. „Meist ist ein Anhang dabei, den man öffnen soll“, erklärt der Profi den Vorgang. „Diesen sollte man niemals öffnen!“, so Plamenig. Im schlimmsten Fall bekommt man, laut dem Experten, einen Verschlüsselungs-Trojaner auf das Gerät. „Dieser kann das gesamte Netzwerk innerhalb von Sekunden zerstören.“ Das Problem: Die Phishing-Mails gelangen relativ oft durch den Spam-Filter. „Die Filter suchen die Mails lediglich nach versteckten „bösartigen“ Codes oder Viren ab“, klärt uns Plamenig auf. Diese sind in den Phishing-Mails nicht enthalten. „Im Schreiben ist oft einfach eine Kontonummer oder ein Link angeführt“, so der Experte für Netzwerksicherheit. Er empfiehlt die Adressen über den Mailserver zu „blacklisten.“

 

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