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Hündin Myszka und Frauchen Gabi fanden den vermissten Mann.
Hündin Myszka und Frauchen Gabi fanden den vermissten Mann. © Österreichische Rettungshundebrigade

Gemeinsam mit Einsatzteam:

Hündin Myszka wurde zur Lebens­retterin

Velden – Gestern wurden die Einsatzkräfte der Österreichischen Rettungshundebrigade Landesgruppe Kärnten bereits gegen 16 Uhr zu einem Sucheinsatz nach Velden am Wörthersee gerufen. Dort wurde ein 83-jähriger Mann mit Alzheimer vermisst, wir haben berichtet.

 2 Minuten Lesezeit (323 Wörter)

Der Mann war von einem Spaziergang nicht mehr nach Hause zurückgekehrt, daher alarmierten die Angehörigen die Einsatzkräfte. Die Suchmannschaften machten sich sofort auf den Weg und suchten bis nach Einbruch der Nacht, dann musste die Suche abgebrochen werden. Um 7.30 Uhr ging sie heute früh weiter. Wieder standen viele der ehrenamtlichen HundeführerInnen und HelferInnen im Einsatz – alle mit nur einem Ziel – den Mann so schnell wie möglich zu finden. Gemeinsam mit den ortsansässigen Feuerwehren, Polizei, Polizeihubschrauber, Bergrettung und ASB wurde fieberhaft gesucht.

Schwere Suche durch Morast

Gabi Kalbhenn war mit ihren beiden Kameraden Robert Krebs und Helga Gruze als Team eingeteilt, den Nahbereich um das Haus des Vermissten genau zu durchkämen. In einer Feinsuche durchstreiften sie das Gebiet, das schwer zugänglich voller Schilf und Morast war. Die Suchtrupps kämpften sich durch dieses Gebiet. Immer wieder sank das Team im Morast ein. Rettungshündin Myszka kämpfte sich unermüdlich vorne voran. Und dann hörte Gabi Kalbhenn ihre Hündin intensiv bellen. Das Zeichen für Gabi, dass Myszka etwas gefunden haben muss. Sofort eilte Gabi zu ihrer Hündin, blieb dabei mehrmals sogar selbst im Morast stecken. Als Gabi Myszka erreichte war sofort klar: Die Rettungshündin Myszka hatte den Mann liegend im Morast gefunden. Eines seiner Beine war im Morast gefangen. Sofort setzte Gabi Kalbhenn die Rettungskette in Gang – diese funktionierte perfekt und dem Mann wurde raschest geholfen. Er ist den Umständen entsprechend wohlauf.

Aus dem Tierheim

Besonders schön: Myszka, 10-jährig und seit 7 Jahren bei der Österreichischen Rettungshundebrigade mit ihrem Frauchen mit dabei und auf Fläche, Trümmer und Fährte ausgebildet, stammt aus dem Tierheim und hat nun am Welttierschutztag die vermisste Person gefunden und eines ganz deutlich gezeigt: Hunde können Menschenleben retten! Ihre feine Nase hat sie zum Vermissten geführt und ihr Bellen hat gezeigt, wo der Vermisste war.

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