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TiKo bezieht Stellung:

Tote Katze sorgt für Aufregung in sozialen Medien

Klagenfurt – Derzeit verbreitet sich ein Facebook-Posting mit dem Bild einer toten Katze. Darunter ist zu lesen, dass der Tierschutzverein sich nicht um den leblosen Kadaver kümmere und der Straßenmeisterei den Körper "wegkehren" würde. Wir haben mit dem TiKo über die Vorgehensweise mit gemeldeten toten Tieren gesprochen.

 2 Minuten Lesezeit (321 Wörter) | Änderung am 04.10.2019 - 17.28 Uhr

Bereits über 190 mal wurde der Beitrag einer Facebook-Userin geteilt. Die Frau hat eine tote Katze gefunden und sich angeblich an den Tierschutzverein gewendet. „Hab beim Tierschutzverein angerufen, die meinten beinhart , wir sollen sie liegen lassen, der Straßenkehrdienst räumt sie schon weg“, schreibt die Userin in ihrem Posting. „So eine Frechheit hab ich ja noch nie gehört! Wie sollen die Besitzer dann jemals erfahren, was mit ihrer Katze passiert ist!!? Da bin ich gleich sauer!“ Über 50 Kommentare bezeugen Anteilnahme und zeigen sich entrüstet über das angebliche Verhalten des Tierschutzvereins.

„Das Problem liegt bei den Zuständigkeiten“

Immer wieder würden sich Menschen beim TIKO Tierkompetenzzentrum melden und ein totes Tier melden. „Leider sind wir für diese Fälle nicht zuständig und dürfen die Tiere nicht abholen“, erfahren wir von Geschäftsführerin Ines Buchsteiner. „Es ist eine Frage der Finanzierung. Wir betreiben unsere Tierrettung mit ehrenamtlichen Mitarbeiterin. Uns auch noch um tote Tiere zu kümmern, würde unseren finanziellen Rahmen sprengen“, so Buchsteiner. „Deswegen ist klar geregelt, dass die Straßenmeisterei des Landes Kärnten für die Auflesung und Entsorgung toter Tiere zuständig ist.“ Buchsteiner weiß um die besorgten Tierhalter, die tagelang im Ungewissen leben, wenn ihr Vierbeiner vermisst wird. „Wir veröffentlichen deswegen Fotos von den toten Tieren, um die Besitzer zu finden“, so die Geschäftsführerin. Leider mache dies die Straßenmeisterei nicht und viele Besitzer wüssten so nicht bescheid, was mit ihrem geliebten Tier passiert ist. „Was ich mir vorstellen kann ist eine Kooperation mit der Straßenmeisterei, sodass wir zu Foto der verendeten Tieren kommen und diese auf Facebook veröffentlichen können, damit die Besitzer zumindest bescheid wissen.“

Bleibt zu hoffen, dass diese Kooperation zustande kommt und Tierbesitzer nicht tagelang um den Verbleib ihres geliebten Schmusetigers im Ungewissen leben müssen.

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