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Wirtschaft - Villach
Silvio Folgosa und Rudy Bertolotg erzählen:
Silvio Folgosa und Rudy Bertolotg erzählen: "Die Aktion für einen Bedürftigen zu spenden wird gut angenommen." © 5min.at

Kleine Geste - große Wirkung

Villacher verschenken jährlich 1.700 Gratis-Kaffees an Bedürftige

Italienerstraße – Auf diese Zahl dürfen die Villacher stolz sein: Im Jahr spenden die Villacher 1.700 Gratis-Kaffees an Mitmenschen, die es nicht so leicht haben. Man trinkt etwas und zahlt für jemanden anderen mit. Schöne Sache, "Caffè sospeso” nennt sich dies übrigens.

 3 Minuten Lesezeit (378 Wörter) | Änderung am 08.10.2019 - 13.20 Uhr
Genau vor drei Jahren, im Oktober 2016, begann in Villach in der Eisdiele Café Luis die Initiative Gordons Café der Nächstenliebe. „Trotz guter Vorbereitung konnte niemand den Erfolg vorausahnen. Schnell folgten das Arcobaleno in Klagenfurt, das Schlosscafé in Spittal sowie das Café Hahn in St.Veit“, so der Ideengeber Gordon Kelz aus Landskron.
 
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Gordon Kelz, Ideengeber der schönen Aktion

Gordon Kelz, Ideengeber der schönen Aktion - © KK

Es wird wieder kalt… 

In dieser Zeit wurden insgesamt 15.000 Tassen Kaffee, Kuchen, Eis und andere kulinarische Freuden gratis serviert. Bezahlt wurde dies von Kärntnerinnen und Kärntner für Mitmenschen, denen es gerade nicht so gut geht. „Danke allen, die schon mitgemacht haben und noch mitmachen möchten. Es kommt in Kürze jene Jahreszeit wo nicht nur 
ein warmes oder kaltes Getränk, sondern auch ein warmes Plätzchen dankend begrüßt wird.  Nehmen wir diese Menschen in unsere Mitte, und wärmen wir sie innerlich und äußerlich.  Darum bitte ich Sie weiterhin“, sagt Kelz.

So helft ihr anderen:

Anfang des Jahres schauten wir bereits beim Villacher Lokal vorbei: Silvio Folgosa vom Café Luis: „Die Villacher spenden in etwa zwei Getränke am Tag!“ An manchen Tagen – natürlich nicht jeden Tag – werden von diesen gespendeten Getränken sogar bis zu fünf Kaffees an Personen ausgegeben, die es finanziell nicht leicht haben. Das Angebot wird also sehr gerne angenommen und wer etwas Gutes tun möchte, bestellt einen Café für sich und einen weiteren für einen anderen Menschen. Dieser „aufgeschobene“ Kaffee wird vom Barista notiert und bei Bedarf ausgeschenkt. Natürlich kann man auch andere Getränke spendieren – Alkohol ist jedoch ausgenommen. Die über 100-jährige Tradition stammt aus Neapel und wird dort immer noch gelebt. Am Schild vor der Türe steht: „Niemand wird Ihnen Fragen stellen oder einen Ausweis verlangen!“ Es ist einfach eine herzliche Einladung, von der jeder Gebrauch machen darf – ohne Wenn und Aber. Initiator des Ganzen ist Gordon Kelz. Er ist in Kärnten bekannt – kämpft seit Jahren für die Abschaffung, der seiner Meinung nach zu hohen „Totenverwaltungsgebühr“ in Villach. Nebenher engagiert er sich noch für soziale Projekte.

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