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Wirtschaft - Klagenfurt
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Klagenfurter sind am großzügigsten:

Platz 1: Im „Arcobaleno“ wurden 2.300 Gratis-Kaffees an Bedürftige gespendet

Arcobaleno – Also auf diese Zahl darf man stolz sein: Im Jahr spenden die Klagenfurter 2.300 Gratis-Kaffees an Mitmenschen, die es nicht so leicht haben. Damit werden in Klagenfurt kärntenweit die meisten Getränke gespendet. Man trinkt etwas und zahlt für jemanden anderen mit. Schöne Sache. "Caffè sospeso” nennt sich dies übrigens.

 2 Minuten Lesezeit (319 Wörter) | Änderung am 08.10.2019 - 13.18 Uhr
Genau vor drei Jahren, im Oktober 2016, begann in Villach in der Eisdiele Café Luis die Initiative Gordons Café der Nächstenliebe in Kärnten. „Trotz akribischer Vorbereitung konnte niemand den Erfolg vorausahnen. Schnell folgten das Arcobaleno in Klagenfurt und das Schlosscafé in Spittal sowie das Café Hahn in St.Veit“, so der Ideengeber Gordon Kelz.
 
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Sigrid Ortner und Gordon Kelz

Sigrid Ortner und Gordon Kelz - © KK

Es wird wieder kalt…

In dieser Zeit wurden insgesamt 15.000 Tassen Kaffee, Kuchen, Eis und andere kulinarische Freuden gratis serviert. Die meisten davon in Klagenfurt. Bezahlt wurde dies von Kärntnerinnen und Kärntner für Mitmenschen, denen es gerade nicht so gut geht. „Danke allen, die schon mitgemacht haben und noch mitmachen möchten. Es kommt in Kürze jene Jahreszeit wo nicht nur das warme oder kalte Getränk sondern auch ein warmes Plätzchen dankend begrüßt wird. Nehmen wir diese Menschen in unsere Mitte, und wärmen wir sie innerlich und äußerlich. Darum bitte ich Sie weiterhin“, möchte Kelz zum 3-Jahres-Jubiläum festhalten.

So helft ihr anderen…

Wie funktioniert das alles? Du trinkst im Arcobaleno ein Getränk und bestellst eines für jemanden anderen mit. Dieser „aufgeschobene“ Kaffee wird vom Barista notiert und bei Bedarf ausgeschenkt. Natürlich kann man auch andere Getränke spendieren – Alkohol ist jedoch ausgenommen. Die über 100-jährige Tradition stammt aus Neapel und wird dort immer noch gelebt. Am Schild vor der Türe steht: „Niemand wird Ihnen Fragen stellen oder einen Ausweis verlangen!“ Es ist einfach eine herzliche Einladung, von der jeder Gebrauch machen darf – ohne Wenn und Aber. Initiator des Ganzen ist Gordon Kelz, er ist in Kärnten bekannt – kämpft seit Jahren für die Abschaffung der seiner Meinung nach zu hohen Totenverwaltungsgebühr in Villach. Nebenher ist er im Einsatz für Bedürftige.

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