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Politik - Villach
Bürgermeister Günther Albel und Stadtrat Christian Pober sprechen sich gegen das geplante Spielcasino am Hans-Gasser-Platz aus. (Archivbild)
Bürgermeister Günther Albel und Stadtrat Christian Pober sprechen sich gegen das geplante Spielcasino am Hans-Gasser-Platz aus. (Archivbild) © Stadt Villach/Wernig

SPÖ & ÖVP

Villachs Politik protestiert gegen geplantes Groß-Spielcasino

Villach – Villachs Politik protestiert gegen ein geplantes Groß-Spielcasino: SPÖ und ÖVP wenden sich damit gemeinsam gegen die Pläne eines Investors, eine zentrale Geschäftsfläche an den Betreiber eines Automaten-Casinos zu vermieten.

 2 Minuten Lesezeit (299 Wörter) | Änderung am 07.10.2019 - 17.10 Uhr

Konkret geht es um einen Standort am Hans-Gasser-Platz, an dem Medienberichte zufolge bis zu 50 Spielautomaten aufgestellt werden sollen. Bürgermeister Günther Albel und Stadtrat Christian Pober sind von den Vermietungsplänen überrascht und enttäuscht. „Dieses Projekt, von dem wir erst aus den Medien erfahren haben, bedeutet eine enorme Abwertung des dynamischen Viertels rund um den Hans-Gasser-Platz“, sagen die Politiker. Der Platz sei erst vor wenigen Jahren mit Millionenaufwand saniert und neu gestaltet worden. Auf dem Platz befindet sich unter anderem ein Busbahnhof, der täglich von hunderten Schülerinnen und Schülern frequentiert wird. Man sehe hier eine grundsätzliche Unvereinbarkeit mit einem Spielcasino.

Gespräch mit Investor suchen

Rechtlich seien der Stadt Villach zwar die Hände gebunden, diese Vermietung zu verhindern. Man hoffe aber auf das Einsehen des Vermieters, den man bisher als hervorragenden und besonnenen Geschäftsmann kennengelernt habe. „Wir werden so rasch wie möglich mit ihm sprechen, um gemeinsam alternative Optionen zu finden“, sagt Bürgermeister Albel.

Update: Auch FPÖ Baumann lehnt Spielcasino ab

Auch der freiheitliche Stadtrat Erwin Baumann lässt keinen Zweifel an seiner Ablehnung am Entstehen eines Spielcasinos nach den Richtlinien des Glücksspielgesetzes am Hans-Gasser-Platz. Es seien alle Möglichkeiten auszuschließen, die strengen Bestimmungen des Kärntner Spiel- und Glücksspielautomatengesetzes über Schlupflöcher in den bundesgesetzlichen Regelungen zu umgehen, fordert Baumann. Gleichzeitig möchte Baumann mehr Sensibilität des Bürgermeisters und des ÖVP-Gewerbereferenten im Umgang mit Immobilienbesitzern in der Innenstadt auf. „Viele Probleme kann man auch mit Fingerspitzengefühl, vor allem mit persönlichen Gesprächen von vorneherein verhindern. Das ist die hohe Kunst erfolgreicher Kommunalpolitik!“, so Stadtrat Baumann wörtlich. Baumann forderte erneut eine offensive Aufklärungskampagne der Stadt, mit der vor den Suchtpotentialen des Glücksspiels und des Konsums von Drogen gewarnt wird.

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