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Wirtschaft - Villach
Der Villacher Vorfall macht den Gastronomen und Hotelbetrieben in Drobollach zu schaffen.
Der Villacher Vorfall macht den Gastronomen und Hotelbetrieben in Drobollach zu schaffen. © Pixabay/Cafe.Zsanett

"Es war eine Verwechslung!"

Wirte wehren sich: „Chlor­vorfall war nicht in Drobollach“

Drobollach – Am 5. Oktober 2019 schenkte eine Kellnerin eines Lokals einem Gast Chlorreiniger anstelle von Schnaps aus. Viele Leserinnen und Leser warfen 5 Minuten damals vor, falsch berichtet zu haben, da wir über eine folgenschwere Verwechslung aus Villach schrieben. Einige andere Medien berichteten hingegen von einem Vorfall in Drobollach. Nun steigen aber auch die Wirte aus Drobollach auf die Barrikaden. Sie leiden nun unfairerweise unter dem Vorfall. Die Gastronomen und Hotelbetriebe möchten festhalten: "Es passierte nicht in Drobollach!

 3 Minuten Lesezeit (416 Wörter)

Bereits am Samstag schenkte eine Kellnerin in einem Villacher Lokal einem Gast einen Schnaps aus. Die Flasche, welche die Kellnerin verwendete, war jedoch mit einem Chlorreiniger gefüllt. Eine besondere Kennzeichnung wies die Flasche nicht auf, sodass die Kellnerin sie für eine normale Schnapsflasche hielt. Nachdem der Gast das Glas ausgetrunken hatte, setzten gesundheitliche Probleme ein. Er musste von der Rettung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch die Kärntner Medien berichteten über den Vorfall, welcher laut vielen Meldungen in Drobollach stattgefunden haben soll. Dabei handelte es sich allerdings um eine Verwechslung. Auch uns von 5 Minuten wurde von Leserinnen und Lesern vorgeworfen, dass wir falsch berichten würden, obwohl ein Lesereporter direkt vor Ort in Villach war und auch die Polizei den Ort als Villach bezeichnete.

„Es passierte nicht in Drobollach!“

Über die sozialen Medien steigen nun auch die Wirte aus Drobollach auf die Barrikaden. Sie leiden nun unfairerweise unter dem Villacher Vorfall. Gegenüber 5 Minuten betonen die Unternehmer und Unternehmerinnen der umliegenden Gastronomie- und Hotelbetriebe: „Es passierte nicht in Drobollach!“

„Die Kunden bleiben aus“

Im Interview mit 5 Minuten berichtete der Betreiber des Café Zsanett: „Viele Leute denken, dass der Vorfall bei uns stattgefunden hat und fragen nach. Man merkt, dass die Kunden ausbleiben.“ Der Unternehmer ärgert sich über die falsche Berichterstattung einiger Medien: „Die Berichte schaden der Region.“

Auch im Landhaus Hazienda haben Gäste gefragt, ob sich der Vorfall dort ereignet hat. „Dabei wussten wir am Anfang gar nichts davon. Ich habe es erst später in den Nachrichten gesehen“, erklärt die Betreiberin im Interview mit 5 Minuten. Sie betont: „Unser Landhaus wird ordnungsgemäß geführt. Das irgendwelche Reinigungsmittel umgefüllt werden, kommt bei uns nicht vor.“ Dem schließt sich auch der Leiter des Seehotels Ressmann an: „Die Mitarbeiter sollten darüber aufgeklärt werden, dass sie Putzmittel nicht umfüllen dürfen.“

„Die Leute fragen, ob wir das waren“

Ähnliches erzählt man uns im Hotel Melcher: „Die Leute rufen bei uns an, weil [in vielen Medien] geschrieben wurde, dass es in Drobollach passiert ist. Sie fragen uns dann, ob wir das waren“, so die Unternehmerin. Dabei gibt es in diesem Hotel kein tägliches À la Carte-Geschäft. „Wir haben hauptsächlich Bustourismus sowie gebuchte Veranstaltungen und Hochzeiten.“ Zudem bleiben auch hier die Produkte in der Originalflasche. Trotzdem zeigt man sich in dem Hotel geschockt über den Villacher Vorfall: „So etwas ist immer schlimm. Sowohl für den Gast, als auch für die Betreiber.“

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