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Sport - Klagenfurt
Keine Chance für die Rotjacken gegen den EC Biel-Bienne.
Keine Chance für die Rotjacken gegen den EC Biel-Bienne. © EC-KAC/Jannach

Zwei Gegentore in den ersten fünf Minuten

Rotjacken unterliegen EC Biel-Bienne

Klagenfurt/Biel – Zwei Verlusttreffer in den ersten fünf Spielminuten waren für den EC-KAC am Mittwochabend zu viel: Die Rotjacken unterlagen in der Champions Hockey League dem EHC Biel-Bienne mit 3:6.

 5 Minuten Lesezeit (655 Wörter)

Die Rotjacken gewannen drei ihrer vier bisherigen Gruppenspiele in der Champions Hockey League und gingen damit vom zweiten Platz der Gruppe A aus in das Duell mit dem punktegleichen EHC Biel-Bienne. Wenn sich Tampere in der kommenden Woche auf eigenem Eis gegen Asker keine Blöße gibt, sichern sich die Finnen das erste der beiden zu vergebenden Tickets für das Achtelfinale. Das zweite würde dann im direkten „Hin- und Rückspiel“-Duell zwischen Klagenfurt und Biel vergeben werden. Um in die KO-Phase aufzusteigen, benötigen die Kärntner aus den beiden Konfrontationen vier Zähler oder alternativ drei Punkte und eine Tordifferenz von zumindest +3. 

0:2 Rückstand nach knapp 5 Minuten

Bereits nach 57 gespielten Sekunden bekamen die Rotjacken nach einer Spielverzögerung von Marc-Antoine Pouliot ihr erstes Powerplay zugesprochen. Gegen David Fischer parierte Goalie Elien Paupe mit dem Blocker, eine Kozek-Deflection flog knapp am Pfosten vorbei. Dann konterte Biel-Bienne in Unterzahl und traf: Peter Schneider war über links auf und davon, zog vor Lars Haugen in die Mitte und schob die Scheibe in der dritten Minute am Norweger vorbei über die Linie. Nur gut zwei Minuten später durften die Gäste bereits über ihren zweiten Treffer jubeln: Janis Moser wurde in der Defensivzone der Rotjacken zu zögerlich attackiert, scheiterte zunächst noch mit seinem Rückhand-Versuch, versenkte dann jedoch seinen eigenen Rebound in den Maschen. In der Folge übernahmen die Klagenfurter das Kommando, waren im Abschluss jedoch nicht vom Glück verfolgt.

Starkes Mitteldrittel beider Mannschaften

Im Mitteldrittel dauerte es keine zwei Minuten, ehe der EC-KAC das Defizit halbiert hatte: Von hinter dem Tor aus bediente Nick Petersen an den rechten Hashmarks Lukas Haudum, der halbhoch in die lange Ecke einsendete. Doch die Freude währte nicht lange, denn in der 25. Spielminute schickte Jan Neuenschwander Peter Schneider auf die Reise, der den Puck im Breakaway nach Vorhand-Rückhand-Bewegung unter die Querlatte setzen konnte. Als die Scheibe, nachdem David Fischer hinter dem eigenen Tor zu Fall gekommen war, durch den Crease schlitterte, war erneut Peter Schneider zur Stelle und lupfte sie in der 33. Minute zum 1:4 unter die Querlatte. Noch vor der zweiten Pause konnten die Klagenfurter bei numerischem Vorteil verkürzen: Fischer schlenzte vom linken Flügel aus, Golie Paupe ließ prallen, Matthew Neal steckte den Rebound geistesgegenwärtig an den besser postierten Andrew Kozek weiter, der keine Probleme hatte, auf 2:4 zu stellen. 

Spieler des Abends: Biels Peter Schneider

Im dritten Durchgang setzte der EC-KAC seine Aufholjagd fort, der für den erkrankten Lars Haugen eingewechselte David Madlener konnte sich schon bald über Treffer Nummer drei seiner Vorderleute freuen: Ein Fischer-Onetimer von links im Powerplay rutschte dem Bieler Schlussmann durch die sprichwörtlichen Hosenträger. Doch auch die Gäste vermochten mit dem numerischen Vorteil gut umzugehen, sie konvertierten gleich ihr erstes Überzahlspiel der Partie in einen Treffer: Topscorer Toni Rajala fälschte im Slot einen strammen Pouliot-Wristshot gekonnt und unhaltbar ab – 3:5. Der Mann des Abends sorgte dann knapp neun Minuten vor dem Ende für die endgültige Entscheidung: Peter Schneider setzte sich bei einem Breakaway gegen den ihn bedrängenden Martin Schumnig durch, bezwang Madlener und konnte sich damit über seinen bereits vierten Treffer in diesem Spiel freuen (52.). 

Matikainen: „Haben einige Gegentore förmlich selbst geschossen“

Wir haben heute viel Gutes gezeigt, aber der Gegner hat seine Chancen unglaublich effizient genutzt und außerdem haben wir uns einige Gegentore förmlich selbst geschossen. Unsere taktische Anlage war gut und wurde vom Team auch gut umgesetzt, unser Weg ist der richtige. Wir messen uns in der Champions Hockey League mit den besten Teams in Europa, das ist unsere Ambition, da wollen wir mitmischen. Das ist uns spielerisch auch heute gelungen, allerdings bekamen wir vorexerziert, wie man mit Möglichkeiten umgeht. Das Ergebnis ist für sich stehend natürlich eine Enttäuschung, aber ich denke, dass wir heute viel Positives gezeigt und Lehrreiches mitgenommen haben“, so Petri Matikainen, Head Coach des EC-KAC. 

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