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Aktuell - Villach
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Nach Großbrand in Reifenhalle

Lokalaugen­schein bei Brandwache der HFW Villach

Villach – Wie von uns berichtet kam es heute am frühen Abend zu einem Großbrand in einer Reifenhalle in der Villacher Innenstadt. Die Nachlöscharbeiten werden noch die ganze Nacht andauern. Wir haben mit den fleißigen Helfern gesprochen die dafür sorgen, dass die Glutnester nicht erneut entflammen.

 4 Minuten Lesezeit (528 Wörter)

Es ist kalt, schmutzig, nass und spät. „Nach wie vor sind die freiwilligen Feuerwehrmänner der Hauptfeuerwache Villach vor Ort und man spürt, dass hier noch nicht alles vorbei ist“, beschreibt ein 5 Minuten Reporter die Stimmung in der Villacher Innenstadt wenige Stunden nachdem das Feuer entfachte. Auf freiwilliger Basis sorgen die Helfer der Feuerwehr nun dafür, dass in der Nacht nichts mehr passiert. Martin Regenfelder von der Hauptfeuerwache Villach hält gemeinsam mit zehn weiteren freiwilligen Einsatzkräften Brandwache vor Ort. Sie sind mit einem Löschfahrzeug bei der Reifenhalle um sicherzugehen, dass keine weiteren Glutnester entfachen. Regenfelder war bereits mit den ersten eintreffenden Einsatzkräften vor Ort, die letzten Kräfte der Villacher Wehren sind bereits um 21.30 Uhr abgerückt, die Brandwache bleibt allerdings die ganze Nacht vor Ort.

 

 

Brandwache bis in die frühen Morgenstunden

„Die Brandwache wird von der ortszuständigen Pflichtbereichsfeuerwehr gehalten, die ist dafür zuständig, dass der Brand nicht noch einmal aufkommt“, erklärt Regenfelder. „Wir sind jetzt mit elf Mann vor Ort und werden auch noch bis weit über Mitternacht da sein und die Sache im Auge behalten. Gerade erst haben wir wieder einen Schaumangriff vorgenommen, da ein paar kleine Glutnester wieder aufgeflackert sind und die Rauchentwicklung wieder stärker wurde.“ An Ruhe ist in Villach also noch nicht zu denken. Doch auch morgen können die freiwilligen Helfer nicht ausschlafen, denn sie sind alle berufstätig, für sie geht morgen, Freitag, ein ganz normaler Arbeitstag los. „Man kann immer nur einen Dank aussprechen an die eigenen Kollegen die sich die Zeit nehmen und vor Ort bleiben“, so Regenfelder stolz über seine Kameraden.

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Martin Regenfelder ist bereits seit neun Jahren bei der Hauptfeuerwache Villach.

Martin Regenfelder ist bereits seit neun Jahren bei der Hauptfeuerwache Villach. - © KK

Obwohl der Brand eigentlich als gelöscht gilt, kommt es immer wieder zu sogenannten Glutnestern. „Wir haben das Reifenlager zu großen Teilen mit Schaum geflutet, wenn der Schaum wieder zusammenfällt – das kann man sich so vorstellen, wie in der Badewanne – dann ist wieder eine Schaumfläche aufzutragen und das ist jetzt unsere Aufgabe in den nächsten Stunden“, so Regenfelder. Für die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort ist gesorgt.

Schaulustige behinderten Einsatzkräfte

Leider gab es bei dem großen Brand auch viele Schaulustige, die die Löscharbeiten behinderten. „Man muss auch auf die Bevölkerung, die rund um das Feuer ist, acht geben und schauen, oft werden Zufahrtswege oder Einsatzkräfte behindert. Da haben wir natürlich Maßnahmen, dass wir die Personen auf die Seite stellen können“, erklärt Regenfelder. „Man kann immer wieder nur an die Bevölkerung appellieren, dass sie die Einsatzkräfte in Ruhe arbeiten lassen.“ Die evakuierten Wohnungen konnten mittlerweile wieder frei gegeben werden, die Bewohner sind bereits zurück.

Lamprecht: Herzliches Danke an alle Einsatzkräfte!

„Ich möchte mich ganz besonders bei den zahlreichen Einsatzkräften, die heute ihr bestes gegeben haben, bedanken. Niemand wurde verletzt und das Übergreifen auf andere Objekte konnte Gott sei dank verhindert werden. Dafür ein herzliches Danke!“ erklärt Michael Lamprecht, Chef von Reifen Lamprecht gegenüber 5  Minuten in einer ersten Stellungnahme.

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