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ÖBB-Kampagne „Pass auf dich auf“:

Bahn­anlagen: Leicht­sinn kann schwer­wiegende Folgen haben

Kärnten – Die neue Sicherheitskampagne setzt verstärkt auf Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung. Sujets mit jungen Erwachsenen zeigen schwerwiegende Folgen von Unfällen auf Bahnanlagen.

 3 Minuten Lesezeit (412 Wörter)

Die ÖBB haben wieder eine neue Sicherheitskampagne gestartet, um das Bewusstsein für die sichere Benutzung von Bahnanlagen zu schärfen. Im Vorjahr sind in Österreich 23 Menschen wegen unüberlegtem Handeln und Leichtsinn an Gleisanlagen zum Teil schwer verunglückt, einige leider auch tödlich. Dazu kommen noch 62 Unfälle mit Verletzungen an Eisenbahnkreuzungen, die in fünf Fällen tödlich endeten. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene begeben sich häufig aus Unwissenheit und Leichtsinn in Lebensgefahr.

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Die Sujets wollen wachrütteln und auf Gefahren hinweisen.

Die Sujets wollen wachrütteln und auf Gefahren hinweisen. - © ÖBB Mestrovic

Schwerwiegende Unfälle

Unter anderem waren 2018 in Kärnten an Eisenbahnkreuzungen insgesamt sechs Zusammenpralle mit zum Teil sieben schwer verletzten Personen zu verzeichnen. Bis dato liegt die Unfallbilanz 2019 an Eisenbahnkreuzungen zwischen Kraftfahrzeugen und Triebfahrzeugen bei drei Unfällen. Damit diese Vorfälle weiterhin sinken, setzen die ÖBB bei dieser Kampagne weiterhin stark auf Bewusstseinsbildung und Eigenverantwortung.

Kampagne „Pass auf dich auf“

Die Kampagne „Pass auf dich auf“ appelliert an die Eigenverantwortung. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene werden angehalten, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und in vollen Zügen zu genießen – aber an Bahnanlagen Vorsicht walten zu lassen. Denn leichtsinniges Verhalten kann hier zu schwersten Verletzungen führen. Um das zu unterstreichen, wurden vier Sujets gestaltet, die schwerwiegende Folgen eines leichtsinnigen Verhaltens auf Bahnanlagen visualisieren. Denn besonders im Eisenbahnverkehr gibt es Gefahren, die vielen Menschen oft nicht bewusst sind. So haben Züge einen sehr langen Bremsweg: Ein Güterzug mit 100 km/h benötigt etwa 700 bis 1.000 Meter, um stehen zu bleiben – ein Auto mit derselben Geschwindigkeit nur rd. 90 Meter.

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Jugendlicher Leichtsinn kann schwerwiegende Folgen haben.

Jugendlicher Leichtsinn kann schwerwiegende Folgen haben. - © ÖBB Mestrovic

Sicherheitsvorträgen an Schulen

Neben den neuen Kampagnensujets setzen die ÖBB wieder auf emotional gestaltete Videos zu den möglichen Gefahrensituationen, die wachrütteln und zur Diskussion anregen sollen. Sie sind auf www.passaufdichauf.at zu sehen. Im Zuge der aktuellen Kampagne werden auch Plakate mit emotionaler Botschaft auf Bahnhöfen und an Schulen aufgehängt.

  • Das Überschreiten der Gleise ist lebensgefährlich!
  • Bahnhöfe sind keine Spielplätze! Warte am Bahnsteig hinter der Sicherheitslinie!
  • Bahnstrom ist Starkstrom – schon in der Nähe besteht Lebensgefahr!
  • Achte bei Eisenbahnkreuzungen auf herannahende Züge!

Zusätzlich bieten die ÖBB Schulleitungen die Möglichkeit, sich während des ganzen Schuljahres unter der E-Mailadresse sicherheitskampagne@oebb.at für einen Sicherheitsvortrag anzumelden. In den nächsten Tagen werden auch österreichweit 70.000 Folder an den Bahnhöfen ausgeteilt.

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