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Leute - Villach
Bürgermeister Günther Albel und Florian Gschwandtner mit Mitgliedern des Jugendrates und Jugendlichen.
Bürgermeister Günther Albel und Florian Gschwandtner mit Mitgliedern des Jugendrates und Jugendlichen. © Karin Wernig

Villacher Jugendempfang

„Habt den Mut, eure Welt zu verändern“

Villach – Beim traditionellen Villacher Jugendempfang war in diesem Jahr Florian Gschwandtner, Gründer von „Runtastic“, zu Gast. Er begeisterte die versammelten Jugendlichen mit einem Ausblick auf die Zukunft der Digitalisierung.

 3 Minuten Lesezeit (387 Wörter) | Änderung am 31.10.2019 - 15.22 Uhr

Der Jugendempfang der Stadt Villach hat seit vielen Jahren Tradition. Die Stadt bietet dabei den VIllacher Jugendlichen die Chance, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Mitglieder der städtischen Verwaltung kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Gleichzeitig dient der Jugendempfang zum Auseinandersetzen mit dem österreichischen Nationalfeiertag, der Demokratie und dem Europagedanken.

Zwischen Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit

„Neutralität, Freiheit und Unabhängigkeit sind nicht selbstverständlich, dessen müssen wir uns immer bewusst sein“, mahnte Bürgermeister Günther Albel. So sei die Neutralität lange Zeit der Garant für Österreichs Sonderstatus als Vermittler gewesen, auch machten viele Beispiele aus Ländern in unmittelbarer Nachbarschaft deutlich, dass Freiheit und Unabhängigkeit wachsam verteidigt werden müssen. Für die Zukunft der Stadt sei klar: „Wir müssen den Spagat schaffen zwischen Innovation und wirtschaftlicher Weiterentwicklung und der Nachhaltigkeit“, sagte der Bürgermeister. Zwar erlebe die Stadt Villach derzeit eine Zeit der Investitionen und des Baubooms. „Dennoch sind wir uns unserer Verantwortung für die Umwelt bewusst und schon jetzt nachhaltigste Stadt Österreichs. Dies gilt es aber auch künftig weiter zu entwickeln und alle Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot zu holen“.“

„Nein, das geht nicht“ – für Runtastic Gründer die größte Motivation

„Runtastic“-Gründer Florian Gschwandtner wagte schließlich einen Blick in die digitale Zukunft und wandte sich an die versammelten Jugendlichen als „Digital Natives“. Auf unterhaltsame Weise legte er Villachs Jugend nahe, groß zu denken. „Auch von einem kleinen Land wie Österreich aus kann man die ganze Welt erreichen“, zeigte er sich überzeugt. Die Jugendlichen sollten sich durch Kleingeistigkeit nicht entmutigen lassen. „Für mich war ein ‚Nein, das geht nicht‘, immer die größte Motivation“, sagte Gschwandnter. Aus seiner Sicht sei die Digitalisierung eine große Chance, zahlreiche neue Jobs würden entstehen. Er sei aber überzeugt, dass es nie gelingen könne, Empathie, kritisches Denken oder Kreativität zu automatisieren. Wichtig sei es aber auch, an sich zu arbeiten und aus Fehlern zu lernen. Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Jugendlichen wieder die Möglichkeit, sich mit Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung sowie des Villacher Jugendrates auszutauschen und zu vernetzen. Die musikalische Untermalung des Abends lieferte die Band „Diesel 118“.

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