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Willkommen in der [Maja]rei

Zwischen Super­helden, Kunst & Co: Mario Stroitz ist Kärntens größter Comicfan

Klagenfurt – "Ein Raum für die Kunst und für das Leben", so beschreibt Mario Stroitz seine [Maja]rei - ein Atelier mit Galerie, das hunderten Comics und Kunstwerken ein Zuhause bietet. Schon von Klein auf war der Kärntner Künstler und Grafiker begeistert von der bunten Welt der Comic-Helden. Gemeinsam mit ihm haben wir sein einzigartiges Gesamtkunstwerk etwas genauer unter die Lupe genommen. 

 5 Minuten Lesezeit (607 Wörter) | Änderung am 03.11.2019 - 18.42 Uhr

So etwas sieht man wirklich nicht alle Tage. Hunderte Comics, Fanartikel und andere Kunstwerke gibt es in der [Maja]rei zu bestaunen. „Genau habe ich sie nie gezählt“, verrät uns der Künstler Mario Stroitz zu Beginn des Gesprächs, denn für ihn zählt nur die Gesamtheit seines Comic-Universums. Schon in seiner Kindheit war der 47-Jährige begeistert von Fantasy Geschichten und Comic-Helden. Und mit dieser Leidenschaft stellte Mario Stroitz etwas Einzigartiges auf die Beine. Aber beginnen wir von Vorne.

Das Abenteuer beginnt

„Das Talent zur Malerei hat mir wohl mein Opa mitgegeben, der mich durch seine Landschaftsmalerei inspiriert und darin bestärkt hat, mich der Malerei zu widmen“, erzählt Stroitz. Als Jugendlicher begann er dann, seine heißgeliebten Comic Helden selbst mit Bleistift nach zu zeichnen – und fand großes Gefallen daran. „Nach der Schulausbildung hat es dann einige Jahre gebraucht, bis ich wieder den Weg zur Kunst zurückgefunden habe. Anfänglich im Bereich der abstrakten aber auch der figürlichen Malerei, bis ich den Comic als Kunstform wieder in mein Leben gelassen habe“, erinnert sich Mario Stroitz zurück. Schnell wurde klar, auch in seiner beruflichen Zukunft sollten Malerei, Kunst und Comics einen Platz finden.

Von der Idee zum Gesamtkunstwerk

Und so war die Idee zur [Maja]rei geboren. „Die Gründung eines Unternehmens war für mich eine logische Konsequenz daraus, mich in meiner beruflichen Zukunft vermehrt der Malerei widmen zu wollen“, erzählt der gebürtige Villacher. Mittlerweile lebt der Comic Fan in Klagenfurt, wo man auch seine [Maja]rei bewundern kann. Im Jahr 2007 begann Stroitz damit, das Elterhaus seines Schwiegervaters – ein 130 Jahre altes Bauernhaus – in seinen ganz persönlichen Kunsttraum zu verwandeln. Die Sanierung dauerte drei Jahre. „Aus dem Gebäude jedoch wirklich das Gesamtkunstwerk [Maja]rei zu machen, das ist ein ständiger Prozess“, witzelt Mario Stroitz.

„Die [Maja]rei ist ein Ort der Begegnung, ein Raum für kreatives Gestalten und für die Präsentation der Werke. Sie ist ein Raum zum Chillen und zum Feiern, Ein Raum für die Kunst und für das Leben. Alles zusammen – ein Gesamtkunstwerk – mein Gesamtkunstwerk“, so Stroitz stolz. Und dieses Gesamtkunstwerk soll bald erweitert werden, nämlich durch [Maja]´s Warehouse. „Meine Sammler-Leidenschaft gepaart mit dem Bedürfnis meiner Kunst mehr Raum zu geben haben es notwendig gemacht, zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen“, scherzt der Comic Künstler.

Mach dein Hobby zum Beruf

Bald möchte der leidenschaftliche Künstler und Sammler übrigens voll und ganz ins „Comicgeschäft“ einsteigen. „Comic-Kunst wird auch in unseren Breiten immer populärer und findet immer mehr Anhänger in allen Alterschichten. In nicht allzu ferner Zukunft plane ich, mich ganz dem Comic und seinen künstlerischen Ausprägungen zu verschreiben, und ganz in die Selbständigkeit zu gehen“, verrät uns Mario Stroitz.

„Finde den Superhelden in dir!“

Wir sind uns sicher, Mario Stroitz hat den Titel „Kärntens größter Comicfan“ mehr als verdient. Tagtäglich geht der Künstler seiner Leidenschaft nach und fühlt sich zwischen seinen Superhelden, Fantasy Welten, Kunstwerken und Comics pudelwohl. Diese Liebe für sein buntes Gesamtkunstwerk gibt der 47-Jährige auch weiter: „Comics sind mehr, als sie vielleicht oft am ersten Blick scheinen – sie können aufrütteln und auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen – sie können uns bewegen, Mut machen und aufwühlen. Sie können Vorbild sein – um in uns selbst, in der einen oder anderen Situation, den Superhelden zu finden.“ ❤

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