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Rauchverbot in der Gastronomie

Prettner: „1. November 2019 ist ein guter Tag für die Gesundheit“

Kärnten – Gesundheitsreferentin Beate Prettner ist zuversichtlich, dass sich Anteil der Raucher durch das neue Gesetz merklich verringern wird. Vor allem bei jugendlichen Rauchern sei eine Reduzierung des Rauchkonsums zu erwarten. 

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„Was seit mehr als einem Vierteljahrhundert diskutiert wurde, wird morgen endlich umgesetzt – nämlich das Rauchverbot in der Gastronomie“, bezeichnet Gesundheitsreferentin Beate Prettner den 1. November 2019 als „guten Tag für unsere Gesundheit“. Sie erinnert daran, dass es ein Kärntner war, der damalige Gesundheitsminister Michael Ausserwinkler, der 1992 einen ersten großen Vorstoß zum Nichtrauchen in Restaurants und Lokalen wagte. „27 Jahre hat Österreich benötigt, um den längst überfälligen Schritt zu setzen. Ich bin überzeugt, dass die rauchfreie Gastronomie eines der wesentlichsten Instrumentarien im Kampf gegen Rauchen als Suchterkrankung ist“, betont Prettner. Tatsächlich ist kaum etwas so gut belegt wie die positive Wirkung des Rauchverbots auf die Bevölkerung. „Es senkt nachweislich sowohl die Raucheinstiegsrate als auch die Anzahl gerauchter Zigaretten. Ein Rauchverbot in der Gastronomie führt zudem dazu, dass zu Hause weniger geraucht wird“, so die Gesundheitsreferentin.

Zustimmung erhöhte sich nach Einführung des Verbots

Internationale Erfahrungen zeigen: In Irland befürworteten vor der Einführung des Rauchverbots nur 46 Prozent der Bevölkerung rauchfreie Restaurants. Ein Jahr danach waren es 77 Prozent. Ähnliches zeigte sich in den USA, hier stieg die Zustimmung von 43 auf 63 Prozent. Auch in Italien erhöhte sich die Zustimmung von vormals 83 auf 90 Prozent. In allen Ländern sank der Anteil der Raucher in einem mehrjährigen Beobachtungszeitraum markant – in England etwa von 21 Prozent auf 15,5 Prozent.

Positiv für Jugendliche

Prettner geht auch davon aus, dass sich das Rauchverbot in der gesamten Gastronomie, also auch in Diskotheken und Clubs, vor allem auf Jugendliche positiv auswirken werde: „Einige werden dadurch erst gar nicht mit dem Rauchen beginnen, weil der Gruppenzwang wegfällt, andere werden ihren Rauchkonsum einschränken.“ Aktuell zählt Österreich im internationalen Vergleich zu den Ländern mit den jüngsten Rauchern. „In der EU ist Österreich überhaupt negativer Spitzenreiter. Ich bin positiv gestimmt, dass sich das durch das Rauchverbot wirklich ändern wird“, so die Gesundheitsreferentin.

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