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Gedenkveranstaltung am 9. November

Villach gedenkt dem November­pogrom

Villach – Im November wird in Villach der organisierten, grausamen Gewaltmaßnahmen gegen Juden gedacht. Projektbüro und TurboTheater führen das eigens konzipierte Stück „Spurensuche“ im Rahmen der europäischen Theaternacht auf.

 1 Minuten Lesezeit (233 Wörter) | Änderung am 08.11.2019 - 21.59 Uhr

„Ich hab‘s mein Lebtag nicht gelernt, mich fremdem Zwang zu fügen. Jetzt haben sie mich einkasernt, von Heim und Weib und Werk entfernt. Doch ob sie mich erschlügen: Sich fügen heißt lügen“. Dieses Zitat des Schriftstellers Erich Mühsam begleitet die Einladung zur Gedenkveranstaltung am 9. November in der Evangelischen Kirche. Die Stadt, kärnöl und der Verein Erinnern Villach laden ein, es gibt eine szenische Lesung mit der Schauspielerin und Autorin Mercedes Echerer und dem Theatermacher Stefan Ebner. Umrahmt wird der Abend von Alenka Piotrowicz am Cello und durch die Fotoinstallation von Hans D. Smoliner

„Spurensuche“ eine Woche später

Nur eine Woche später lädt die Stadt zur gemeinsamen „Spurensuche“. Im Vorjahr wurde das in Kooperation mit Projektbüro und TurboTheater als szenisch- inszenierte Stadtführung konzipierte Stück erstmals aufgeführt. „Es ist beim Publikum gut angekommen, daher führen wir es im Rahmen der europäischen Theaternacht noch einmal auf“, sagt Kulturreferent Bürgermeister Günther Albel. Es sei ein wichtiger Teil der kritischen Gedenkkultur der Stadt, um Vergangenheit nachvollziehbar zu machen. Thematisiert werden der aufkeimende deutsche und slowenische Nationalismus im 19. Jahrhundert, die Kärntner Volksabstimmung, die NS Herrschaft in Villach und die führende Rolle von Kärntner Nazis beim NS- Massenmord. Auch der Widerstand der Partisanen, die titokommunistische Abrechnungsgewalt und die Lösung des Ortstafelstreites sind Teil des Stücks. 

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