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Leute - Klagenfurt
Debatte
Andreas Berglesow ist laut eigenen Angaben von den Toten auferstanden, um Gottes Wort zu verkünden.
Andreas Berglesow ist laut eigenen Angaben von den Toten auferstanden, um Gottes Wort zu verkünden. © 5min

Leben nach dem Tod?

„Ich war fünf Stunden tot und bin zurück gekehrt!“

Klagenfurt – Was kommt nach dem Tod? Der Christ Andreas Berglesow hat es nach einem Autounfall, bei dem er tödlich verunglückte, erlebt. Er berichtete am Mittwoch, dem 6. November im Gopselhouse in Klagenfurt, wie er im Krankenhaus aus seinem Körper ging und zum Himmel gelangte, wo er bereits gestorbene Menschen traf. Nachdem er von Gott einen Auftrag erhalten hatte, wachte er im Leichenhaus wieder auf. Was glaubst du? Gibt es ein Leben nach dem Tod?

 7 Minuten Lesezeit (855 Wörter) | Änderung am 09.11.2019 - 17.09 Uhr

Die GospelHouse Gemeinde trifft sich regelmäßig am Sonntag und im Alltag, um Jesus mit Musik anzubeten, sein Wort zu hören und neue Kraft im Gebet zu finden. „Zu unseren Gottesdiensten sind Menschen aller Glaubensrichtungen willkommen“, so die Pastoren Gottfried und Sibylle Knirsch. Im GospelHouse wird hauptsächlich moderne, christliche Musik gespielt. Am Mittwoch, dem 6. November war ein ganz besonderer Gast in einem Vortrag zu hören. Andreas Berglesow erzählte von seiner Begegnung mit Gott und wie er wieder zurück ins Leben kam.

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Pastor Gottfried Knirsch spielt am Schlagzeug in der Band.

Pastor Gottfried Knirsch spielt am Schlagzeug in der Band. - © 5min

„Ich habe nie über den Tod nachgedacht“

„Ich bin am 21. Januar 1995 gestorben und wieder zum Leben erweckt worden“, mit diesen überraschenden Worten eröffnete Andreas Berglesow seinen Vortrag. „Ich bin Pastor und wir haben häufig Gemeinden im Ausland besucht, um sie zu unterstützen – so auch in Russland am Ufer des Baikalsees“, erklärt Berglesow. „Ich hatte viele Pläne bezüglich meines ganzen Lebens. Ich habe nie über den Tod nachgedacht.“

„Unser Dach wurde komplett abgerissen“

„Bei einer Rückfahrt aus einer Gemeinde war es schon dämmrig und es hat sehr stark geschneit. Durch den Schneevorhang habe ich zwei LKWs gesehen, die uns entgegenkamen“, beschreibt Berglesow den Abend des Unfalls. „Als der erste Lastwagen an mir vorbeifuhr, wurden die Schneeflocken aufgewirbelt, sodass ich für ein paar Sekunden keine Sicht mehr hatte. Ich bin nach rechts gefahren und habe gebremst, damit ich mit dem zweiten LKW nicht zusammenstoße. Doch plötzlich machte es BENG!“, schilderte der Pastor und es wurde mucksmäuschenstill im Saal. „Der Schnee gelangte ins Autoinnere. Es dauerte eine Zeitlang, bis ich realisierte, dass durch die Wucht des Aufpralls die Windschutzscheibe rausgestoßen worden ist, das komplette Dach abgetrennt und der Vorderreifen weggerissen wurde“, fuhr Berglesow fort.

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Andreas Berglesow erlebte einen fatalen Unfall, der ihn das Leben kostete.

Andreas Berglesow erlebte einen fatalen Unfall, der ihn das Leben kostete. - © 5min

„Im Krankenhaus bin ich gestorben“

„Ich habe mich in einem Schockzustand befunden und habe zum Glück keine Schmerzen gespürt. Ich habe versucht, aus dem Auto herauszugehen, schaffte es aber alleine nicht“, erzählt der Verunfallte. „Von dem Zusammenstoß haben mich das Armaturenbrett und das Lenkrad zum Karosserieboden gepresst. In dieser verlassenen Gegend kommen kaum Autos vorbei, also war es ein Geschenk Gottes, dass ein LKW bereits in den nächsten 20 Minuten vorbeifuhr und ich ins Krankenhaus gebracht werden konnte“, erinnert sich Berglesow. „In der Klinik wurde mein Körper aufgeschnitten und die Ärzte waren schockiert bei dem Anblick, der sich ihnen bot. Alle meine inneren Organe waren schwer beschädigt und ich hatte drei Liter Blut im Bauchraum verloren“, sagt der Pastor. „Während die Ärzte um mein Leben kämpfen, hat mein Herz aufgehört zu schlagen. Sie wussten, ich war tot. Sie haben alle meine Innereien wieder in meinen Körper hineingelegt und meinen Bauch verschlossen. Anschließend haben sie mich ins Leichenhaus gebracht. Ich war tot.“

„Ich habe meinen Körper von oben gesehen“

„Als mein Herz zu schlagen aufgehört hat, habe ich gespürt, dass ich mich von meinem Körper entfernt habe, und angefangen habe, mich nach oben zu bewegen. Ich habe mich durch die Decke hindurch bewegt, durch das Dach des Krankenhauses. Im ersten Moment habe ich meinen eigenen Körper erblickt. Die Ärzte haben irgendetwas mit meinem Körper gemacht, Wiederbelebungsmaßnahmen und Elektroschocks“, beschreibt Berglesow. „Ich fühle mich hier wohl und wollte nicht in meinen Körper zurückkehren. Ich hatte keine Schmerzen mehr.“ Der Pastor erzählt davon, dass er wundervollen Gesang gehört hat und Menschen, die weiße Gewänder trugen und sich ihm näherten. „Plötzlich hörte ich eine Stimme und ich wusste, dass Gott mit mir spricht“, erzählt der Pastor. „Gott sprach zu mir, dass meine Mission und mein Leben auf dieser Erde ist noch nicht zu Ende ist. Meine Aufgabe sei es, die Menschen zum Weg der Erlösung zu führen. Und als Gott diese Worte sprach, war ich wieder in meinem Körper.“

„Mein dritter Geburtstag“

„Ich sage immer, das ist mein dritter Geburtstag, mein erster Geburtstag ist an dem Tage, an dem meine Mutter mich zur Welt brachte, mein zweiter Geburtstag war an dem Tag, an dem ich mich zu Gott bekehrt habe und mein dritter Geburtstag ist an dem Tag, an dem mein Herr mich wieder belebt hat“, lächelt Berglesow. „Am 1. Juni, 4 Monate nach meinem Verkehrsunfall, kam ich selbständig auf meinen eigenen Füßen zum Gottesdienst. Niemand glaubte, dass ich selbständig laufen werde, dass ich leben werde und dass ich weiter meinen Dienst vor Gott führen werde.“

Debatte: Deine Meinung ist uns wichtig

Was glaubst du? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Können Menschen wieder auferstehen? Wie geht es weiter, nachdem unser Herz aufgehört hat zu schlagen? Werden wir unsere Verstorbenen im Himmel wiedersehen? Oder ist nach dem Tod alles aus und vorbei? Was denkst du darüber? Lass es uns in den Facebook-Kommentaren wissen!

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