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Wirtschaft - Kärnten
SYMBOLFOTO © Kärnten Solar

Positiv fürs Klima

Kärnten ist Vor­reiter bei erneuerbaren Energien

Velden am Wörthersee – Bei der Konferenz „Erneuerbare Energie Kärnten 2019“ der „Kelag“, die am Mittwoch, dem 6. November, in Velden stattfand, ging man unter dem Titel „Zentral. Dezentral. Digital“ der Frage nach, wie neue Technologien unsere Lebensweise und die Energiewelt grundlegend verändern werden. Experten aus Politik und Wissenschaft sowie Vertreter von Energieversorgungsunternehmen und Kunden diskutierten über die neue Vielfalt an Technologien, die Umstrukturierung der Energie-Infrastruktur und wie in Zukunft auch die Faktoren Versorgungssicherheit und Netzstabilität gewährleistet werden können.

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Umwelt-Landesrätin Sara Schaar nahm im Rahmen der Eröffnung der Konferenz auf die aktuellen Aussagen der österreichischen Energieagentur Bezug. So hielt Schaar fest, dass das Land Kärnten mit 99,4 Prozent bereits Vorreiter in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist und es klare Strategien gibt, um den prognostizierten Mehrbedarf an Strom zu decken. So geht die Energieagentur aktuell von einer Verdoppelung des Jahresstromverbrauchs im Jahr 2050 aus. Die notwendige und durch neue Technologien möglich gemachte Effizienzsteigerung wird in der Berechnung jedoch nicht berücksichtigt, so Schaar. „Jede Stromersparnis wirkt sich positiv auf unser Klima aus.“

Wind- und Wasserkraft

Im Bereich der Wasserkraft setzt Kärnten auf Effizienzsteigerungen bestehender Anlagen, wie zum Beispiel Turbinentausche, um den Mehrbedarf zu decken. „Dazu hat das Land Kärnten auch eine eigene Förderung auf die Beine gestellt, denn: Aufgrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie ist die Verbauung von qualitativ hochwertigen Bächen nicht mehr möglich, was aber den Erhalt einer intakten Wasserlandschaft in der Natur für künftige Generationen sicherstellt“, so Schaar. Auch im Bereich der Windkraft hat Kärnten eine klare Strategie, gab Schaar bekannt. Auch hier braucht man ein „gemeinsam mit allen Bundesländern und dem Bund ausgearbeitetes erneuerbares Ausbaugesetz. „Aufgrund dieser Voraussetzungen ergeben sich die drei Gebiete Koralpe, Soboth und Kuchalm, in denen bereits 22 Windkraftanlagen genehmigt wurden. Für den steigenden Energiebedarf benötigen wir ca. 50 Anlagen“, sagte die Umweltreferentin.

Klimaschutz

Schaar betonte auch, dass das Thema „Ausbau der Erneuerbaren Energie“ keinesfalls eindimensional betrachtet werden dürfe. Beim Klimaschutz reicht das Spektrum, welches zu berücksichtigen ist, von Energieeffizienzsteigerungen über Landschafts-, Natur- und Umweltschutz bis hin zu Fragen der sozialen Verträglichkeit der gesetzten Maßnahmen.

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