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Aktuell - Villach
Der Faaker See ist über seine Ufer getreten. Auch ein Bach droht überzugehen.
Der Faaker See ist über seine Ufer getreten. Auch ein Bach droht überzugehen. © KK

Faaker See über die Ufer getreten:

Situation in Finken­stein an­gespannt: „Bürger sollen drinnen bleiben!“

Finkenstein – Die großen Niederschlagsmengen halten zurzeit ganz Kärnten in Atem. Im Raum Villach ist vor allem die Gemeinde Finkenstein von der aktuellen Wetterlage betroffen. "Wir haben seit 40 Jahren kein Hochwasser in dieser Form mehr gehabt", erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Finkenstein, Christian Poglitsch. Er bittet die Bürgerinnen und Bürger zu Hause zu bleiben. 

 2 Minuten Lesezeit (352 Wörter) | Änderung am 17.11.2019 - 15.25 Uhr

„Aktuell sind alle Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Finkenstein im Einsatz“, erklärt Poglitsch im Interview mit 5 Minuten Villach. Vor allem der Faaker See und der Faaker See Bach beschäftigen zurzeit zahlreiche Einsatzkräfte. „Der Faaker See ist bereits über seine Ufer getreten. Mindestens 40 Strandhäuser rund um den See stehen teilweise unter Wasser“, beschreibt der Bürgermeister die Lage.

Faaker See Bach droht überzugehen

Großes Sorgenkind ist aktuell der Faaker See Bach. Dieser droht überzugehen. „Der Bach rinnt direkt durch den Ort Faak am See“, so Poglitsch. Derzeit wird er mit Baggern ausgehoben, damit das Flussbett tiefer gesetzt und eine Überschwemmung von den in der Nähe liegenden Häusern vermieden wird. Des Weiteren gibt es zahlreiche Straßensperren in Richtung der Karawanken. „Die Straßen sind großteils durch umgefallene Bäume blockiert.“

Es kommen extreme Wassermassen von den Karawanken

Stark betroffen sind laut dem Bürgermeister vor allem die Orte Altfinkenstein, Faak am See, Müllnern und Gödersdorf. „Die Einsatzkräfte sind dort rund um die Uhr im Einsatz und haben bereits unzählige Keller ausgepumpt“, erklärt Poglitsch. Auch Sandsäcke und Barrieren werden vorbereitet, um im Notfall das Wasser umzuleiten. Der Bürgermeister ist froh über jede Maßnahme die bereits im Vorhinein getroffen wurde. „Nur so gelang es den Einsatzkräften, bis jetzt das Gröbste zu verhindern.“ Doch auch weiterhin kommen extreme Wassermassen von den Karawanken. „Der nächste Krisenstab tagt um 16 Uhr, dort wird das weitere Vorgehen besprochen“, erklärt der Bürgermeister.

Er möchte sich im Namen der Gemeinde Finkenstein bei allen Einsatzkräften und Freiwilligen Helfern bedanken: „Es ist unglaublich was ihr leistet!“

„Bitte bleibt zu Hause!“

Poglitsch bittet die Bürgerinnen und Bürger in ihren Häusern zu bleiben. Einige fahren herum, um die Schäden und Einsätze zu begutachten. „Das ist viel zu gefährlich!“, betont der Bürgermeister. „Die Sturmböen könnten Bäume zu Fall bringen.“ Auch die Wassermassen sollten nicht unterschätzt werden. „Am besten ist es zu Hause zu bleiben und vorerst abzuwarten.“

 

 

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