Zum Thema:

04.09.2019 - 07:45Hubwagen­fahrer zwischen Stapler einge­klemmt17.08.2019 - 10:53Plötzlich stand ein Storch vorm LKW12.07.2019 - 22:16Mit Atemschutz: Kellerbrand in einem Wohnhaus05.07.2019 - 18:04Deshalb kreist momentan der Hubschrauber über Fürnitz
Politik - Villach
SYMBOLFOTO © pixabay.com

Am Schnittpunkt zweier Verkehrsachsen:

Fürnitz bald inter­nationaler Zoll-Umschlag-Hot-Spot?

Fürnitz – Die Realisierung eines jahrelang diskutierten und geplanten Zollkorridors zwischen dem Hafen in Triest und dem Logistic Center Austria South (LCAS) in Villach Fürnitz nimmt nun konkrete Formen an.

 2 Minuten Lesezeit (295 Wörter)

„Ein wichtiger Schritt für die Errichtung des ersten Zollkorridors in Europa überhaupt wurde mit der Vertragsunterzeichnung auf Beamtenebene zwischen Österreichs und Italiens Finanzministerien gesetzt“, zeigen sich Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und der für Logistik zuständige Landesrat Sebastian Schuschnig zuversichtlich.

Erster Zollkorridor Europas

Kärnten habe sich in den letzten Jahren intensiv darum bemüht, Villach-Fürnitz mit dem LCAS zu einem internationalen Zoll-Umschlag-Platz zu machen. „Mit dem ersten Zollkorridor Europas hätten wir nicht nur ein international viel beachtetes Standort-Alleinstellungsmerkmal. Damit verbunden sind auch viele neue Arbeitsplätze“, betont Kaiser, der das Projekt auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit Friaul-Julisch-Venetien in der Euregio senza confini vorangetrieben hat. Daneben sieht der Landeshauptmann weitere positive Folgen wie etwa zu erwartende Firmenansiedelungen am Standort Villach-Fürnitz zur unmittelbaren Weiterverbreitung der Produkte, eine schnellere, effizientere Waren-Verteilung zum Kunden, ein geringerer Co2 Ausstoß durch Verlagerung des Transportes auf die Schiene.

Kärnten kann wirtschaftlich profitieren

Das Logistikcenter Austria Süd liege ideal am Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrsachsen und habe genügend freie Ressourcen, um Verkehre und Güter von und in Richtung Triest am Terminal Villach Süd zu bündeln, um so den Hafen Triest zu entlasten und zu unterstützen. „Damit hat Kärnten die enorme Chance, von den international zunehmenden Güterströmen wirtschaftlich zu profitieren. Der Hafen Triest wird eine sehr zentrale Rolle einnehmen. Mit dem Zollkorridor schaffen wir die wichtige Grundlage, dass Kärnten nicht Durchzugsland für Schienentransit wird, sondern Wertschöpfung im Land generiert wird. Mit der Vertragsunterzeichnung wurde ein wichtiger strategischer Schritt gesetzt“, so Schuschnig. Mit der Fertigstellung der Koralmbahn werde Kärnten künftig Mitten im Herzen Europas eine wesentliche Rolle im europäischen Güterverkehr einnehmen. „Dazu setzen wir schon heute die wesentlichen Weichen“, so Schuschnig.

Schlagwörter:
Kommentare laden
ANZEIGE