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Ein Drittel fiel durch

Spielzeug-Sicherheit lässt zu wünschen übrig

Kärnten – Die Sicherheit von 23 Akustik-Spielzeugen, darunter Puppen, Roboter und Tierfiguren sowie drei per App steuerbare Produkte, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest untersucht. Die Altersempfehlungen der Hersteller reichten von „ab Geburt“ bis „ab 5 Jahre“, die Preise lagen zwischen 10 und 130 Euro. Geprüft wurde das Spielzeug auf mechanische, elektrische und akustische Sicherheit sowie auf gesundheitlich oder ökologisch relevante Schadstoffe. Insgesamt wurden 7 von 23 Produkten aufgrund ihres hohen Schadstoffgehaltes mit „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“ bewertet.

 2 Minuten Lesezeit (296 Wörter) | Änderung am 20.11.2019 - 10.54 Uhr

Singende Puppen, sprechende Tiere und lärmende Fabelwesen erfreuen sich beim jüngeren Nachwuchs großer Beliebtheit. Auch für Kleinkinder werden Kuscheltiere aus Plüsch, die Geräusche von sich geben, oder Puppen, die auf Knopfdruck singen, gerne unter den Christbaum gelegt. Die Testergebnisse der aktuellen Stichprobe von 23 Akustik-Spielzeugen legen allerdings nahe, dass bei weitem nicht alle Produkte auch tatsächlich in Kinderhände gelangen sollten. Während die Produkte bei den technischen Sicherheitstests noch unauffällig waren und auch in Sachen Datensicherheit gut abschnitten, fielen sieben Spielzeuge bei den Schadstoffanalysen durch.

Vermeintlich krebserregende Stoffe gefunden

Am häufigsten stießen die Tester auf Naphthalin, eine Verbindung, die den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zuzurechnen ist. Naphthalin steht unter Verdacht, Krebs zu erzeugen. In der „Eiskönigin Elsa“ (Singende Lichterglanz Elsa) von Hasbro, im „Drachen Ohnezahn“ von Spin Master, im „Roboter Marvin“ von Revell, und im „Esel Emmi“ von Sterntaler fanden die Prüfer Naphthalin-Mengen, die über den Obergrenzen des GS‑Zeichens (Geprüfte Sicherheit) lagen. Auch die „Tip TapPlüsch-Katze“ von Vtech war mit Naphthalin belastet. Weitere PAK‑Verbindungen fanden sich im Reißverschluss des „Einhorns Theodor“ der Marke Nici (Version mit Lautsprecher und LED). Die Puppe „Lea“ (Cry Babies) von IMC Toys enthielt dagegen hohe Mengen an Nitrosaminen. Auch von diesen Verbindungen sind einige krebserzeugend und können sich lösen, wenn man das Spielzeug in den Mund nimmt. Das Modell erhielt nur deshalb keine „nicht zufriedenstellende“ Bewertung, weil die Schadstoffe im Ärmelgummiband der Puppe stecken, also an einer Stelle, die man nur schwer mit dem Mund erreichen kann.

Lediglich ein „sehr gut“

Im Gesamtergebnis vergaben die Tester für ein Spielzeug die Note „sehr gut“, fünf bekamen „gut“, zehn waren „durchschnittlich“. Drei Spielzeuge waren „wenig zufriedenstellend“ und vier gar „nicht zufriedenstellend“.

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