fbpx

Zum Thema:

12.12.2019 - 13:32Spielen in Kärnten12.12.2019 - 07:29Weihnachts­musical für die ganze Familie11.12.2019 - 21:44Maria Cervenka: Sie gewinnt Gold und die Herzen von Klagenfurt11.12.2019 - 17:23In Maria Rain und Poggersdorf lebt es sich am besten
Leute - Kärnten
© Büro LR Schuschnig

Chance für die heimische Landwirtschaft

Sieben Kärntner Gemeinden sind internationale Slow Food Pioniere

Kärnten – Slow Food Villages: Dörfer stärken Tourismus und Landwirtschaft, sichern gesunde Lebensweise und generieren Wertschöpfung in den Regionen. Außerdem wurde das Handbuch für Slow Food Villages präsentiert.

 5 Minuten Lesezeit (627 Wörter)

Die Kärntner Kulinarik zählt zu den klaren Stärken des Kärntner Tourismus. Mit den weltweit ersten Slow Food Villages nimmt das Tourismusland international eine Vorreiterrolle ein, die den Tourismus, die Landwirtschaft und eine gesunde Lebensweise für künftige Generationen sichern wird. Darüber sind sich LHStv.in Gaby Schaunig, Agrarlandesrat Martin Gruber und Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig einig. In ihrem Beisein wurden heute, Mittwoch, die ersten sieben Slow Food Dörfer in Kärnten ausgezeichnet, die sich in den vergangenen zwei Jahren durch Engagement und Leidenschaft für die Kärntner Kulinarik als solche qualifizieren konnten. Zu den Kärntner Slow Food Pionieren gehören die Gemeinden Arriach, Berg im Drautal, Irschen im Drautal, Millstatt, Nötsch im Gailtal, Obervellach und St. Daniel im Gailtal. Präsentiert wurde von den Dörfern heute auch das erste praxisorientierte Handbuch mit Anleitungen, wie man ein Slow Food Village wird.

Nachhaltige Lebensqualität

„Slow Food ist mehr als nur reine Lebensmittelproduktion, es ist nachhaltige Lebensqualität. Es freut mich besonders, dass die Auszeichnung der weltweit ersten Slow Food Dörfer hier im Kloster Wernberg stattfindet, denn die Einrichtung gilt als Vorreiterinstitution in gleich mehrerlei Hinsicht“, betonte LHStv.in Gaby Schaunig in Vertretung des Landeshauptmannes. Sie meinte damit den Bereich der Beschäftigungsinitiativen des Landes Kärnten und des AMS Kärnten mit dem seit zehn Jahren erfolgreich bestehenden „Weltgarten-Projekt“ sowie den Bereich Natur und Lebensmittelproduktion. „Daran sieht man, wie eng Lebensumfeld, Lebensqualität und Chancen am Arbeitsmarkt miteinander verwoben sind und welches Potential Kärnten daraus schöpfen kann“, so Schaunig.

Hauptziel: Belebung und Sicherung von Dörfern

Das Tourismusreferat und das Agrarreferat haben das Projekt „Slow Food Kärnten“ von erster Stunde an unterstützt und insgesamt 200.000 Euro in die Entwicklung investiert. „Die regionale und authentische Kärntner Kulinarik wird bei den Gästen immer beliebter. Auf diesen Trend haben wir frühzeitig reagiert und ein touristisches Leitprodukt für unsere Gäste geschaffen. Ich bin stolz, dass wir heute die international ersten Slow Food Dörfer präsentieren können“, so Tourismuslandesrat Schuschnig, der sich bei den Gemeindevertretern für ihre Leistungen bedankte und herzlichst gratulierte. Gemeinsam umgesetzt wurden die ersten Slow Food Villages von „Slow Food Kärnten“ und „Slow Food International“. Hauptziel des Projektes sei die Belebung und Sicherung von Dörfern in den ländlichen Regionen. Besonders durch die industrielle Lebensmittelproduktion werden die heimischen Lebensmittelhersteller immer häufiger aus der ursprünglichen Rolle als Lieferant verdrängt und die Existenzen von Bauern und Lebensmittelhandwerkern zerstört.

„Zusätzliche Chance für heimische Landwirtschaft“

Für Agrarlandesrat Gruber ist die Initiative Slow Food deshalb „eine zusätzliche Chance für die heimische Landwirtschaft, ihre regionalen Produkte zuhause und international vor den Vorhang zu holen.“ Mit der erfolgreichen Dachmarke „Genussland Kärnten“ habe Kärnten eine perfekte Vermarktungs-Plattform. Slow Food bedeute aber einen zusätzlichen Schub für die Bemühungen, die Qualitäts- und Regionalitätsphilosophie nach außen zu tragen, „weil wir unsere Grundlagen in eine international bekannte Initiative einfließen lassen.“ Mit den ersten Slow Food Villages gehe man nun einen nächsten Entwicklungsschritt. „Durch dieses Projekt wird das Bewusstsein für traditionelle Produktion und das Lebensmittelhandwerk auch in den Gemeinden und Dörfern noch stärker verankert“, hob Gruber hervor. Vorreiterrolle nehme Kärnten auch mit dem ersten praxisorientierten Handbuch zur Entwicklung eines Slow Food Villages ein. „Das Handbuch bietet Kärntens Gemeinden viele neue Chancen, nachhaltig Wertschöpfung in der Region zu generieren. Es soll den Gemeinden dabei helfen, das Dorf als Ort des guten Lebens zu entwickeln, das auch jungen Menschen und künftigen Generationen neue Möglichkeiten bietet, am Land zu leben. Ich freue mich, wenn noch viele weitere Gemeinden und Regionen ihre Chance nutzen“, so Schuschnig.

Kommentare laden
ANZEIGE