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Vorsorgeuntersuchungen sind enorm wichtig!
Vorsorgeuntersuchungen sind enorm wichtig! © pixabay

Wichtiges zum Thema Prostatakrebs

Maßnahmen zur Vorbeugung von Prostataerkrankungen

Österreich – Prostatakrebs ist die weltweit zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern. Was Sie über Risikofaktoren und Vorsorgeuntersuchungen wissen sollten, lesen Sie hier.

 4 Minuten Lesezeit (524 Wörter)

Am 16. November 2019 starb der legendäre britische Starfotograf Terry O`Neill im Alter von 81 Jahren. Todesursache: Prostata-Krebs. Prominente Todesfälle wie dieser sind Anlässe, welche Krankheiten ins Blickfeld rücken, die zu anderen Zeiten gerne ausgeblendet werden. Prostatakrebs ist weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern. Im Jahr 2012 wurden 1,1 Millionen Betroffene statistisch erfasst. Die gemeinnützige Stiftung MOVEMBER (ein englisches Kompositum aus den Worten Moustache und November) hat sich zum Ziel gesetzt, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gesundheit von Männern zu lenken und durch verschiedene Aktionen Spenden für Forschung und Gesundheitsdienste zu sammeln. Im Vordergrund stehen die Prävention und die verbesserte Behandlung von Hoden- und Prostatakrebs. Ein besorgniserregender Aspekt von Prostatakrebs ist, dass die Erkrankung bei zahlreichen Betroffenen im Frühstadium keinerlei Symptome verursacht. Welche Maßnahmen sind hilfreich, um Prostataerkrankungen vorzubeugen?

Wissen ist Macht – die Risikofaktoren kennen

  • Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Krebsdiagnose
  • Männer, deren Vater oder Bruder an Prostatakrebs leiden, erkranken mit doppelter Wahrscheinlichkeit
  • Schwarzafrikaner und Männer mit afro-karibischem Stammbaum sind häufiger betroffen

Wird man(n) älter, vergrößert sich die Prostata in den meisten Fällen. Die Fachwelt nennt diesen altersbedingten Prozess benigne Prostatahyperplasie (BHP). Auslöser für die Vergrößerung sind gutartige Knoten, die sich im Inneren der Prostata vermehren. Sie drücken auf die Harnröhre und führen zu Problemen beim Wasserlassen sowie beim Speichern des Urins. Die Ursache für die Knotenbildung ist nicht eindeutig geklärt, Mediziner vermuten eine Art männlicher Wechseljahre, hormonelle Störungen beim Älterwerden. Es gilt, bösartige Veränderungen rechtzeitig zu entdecken, sie von gutartigen (nichtsdestominder lästigen) Prostataerkrankungen zu unterscheiden und eine eindeutige, fundierte Diagnose zu treffen. Männern ab dem 45. Lebensjahr werden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen dringend empfohlen, selbst in Fällen, wo keinerlei Symptome auftreten.

Vorsorge ist besser als Nachsorge
Die folgenden Vorsorgeuntersuchungen sind heute üblich:

  • DRU (Digitale rektale Untersuchung; der Arzt tastet durch den Anus die Prostataoberfläche)
  • PSA (Blutuntersuchung, die auf Proteine testet, welche speziell von Prostatazellen produziert werden)
  • MRT (bildgebendes Verfahren, welches Veränderungen aufdeckt und die Diagnose unterstützt.
  • Angeboten wird diese Methode zum Beispiel von dieser Einrichtung Ursachen für eine Prostatavergrößerung
  • Biopsie (Gewebeentnahme und Untersuchung der Proben auf Krebszellen)

Die körpereigenen Abwehrkräfte stärken

Ein starkes Immunsystem hilft, Krankheiten abzuwehren. Wer seine Prostata schützen möchte, sollte neben der Inanspruchnahme regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen die Immunkräfte stärken. Stressvermeidung, Ausgleichssport und eine gesunde Ernährung mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr kurbeln das Abwehrsystem an. Zinkhaltige Lebensmittel und Beta-Carotin haltiges Obst und Gemüse unterstützen die Immunabwehr. Hinsichtlich pflanzlicher Arzneien sind es vor allem die Früchte der Sägepalme sowie Kürbissamen, die sich im Hinblick auf die Gesunderhaltung der Prostata einen Namen gemacht haben. Kürbiskerne enthalten Phytosterole, die hormonähnlich wirken. Bedeutende Anbaugebiete für Kürbisse liegen in Österreich, allen voran in der Steiermark und in Kärnten. Kürbiskernzubereitungen sollen gegen Prostatabeschwerden, zum Beispiel beim Wasserlassen helfen. Nach Rücksprache mit dem Arzt können Patienten mit leichter Prostatahyperplasie Kürbisextrake einnehmen, weil diesen ein positiver Einfluss auf den urologischen Stoffwechsel zugeschrieben wird.

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