Zum Thema:

07.12.2019 - 21:00KAC vor schwerem Spiel in Südtirol07.12.2019 - 19:17Brennende Elektro­autos: Geiger fordert Konzept07.12.2019 - 13:24Schwester Maria Nopp von den Ursulinen feierte 102. Geburtstag07.12.2019 - 11:26Diebe stahlen teure Uhren und Goldschmuck
Leute - Klagenfurt
© LPD Kärnten/Helge Bauer

Musik an:

Gustav Mahler Privat­universität für Musik feierlich eröffnet

Klagenfurt – Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Beisein von fast 500 Gästen wurde heute, Freitag, die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU) im Konzerthaus Klagenfurt offiziell eröffnet. Ein wichtiger Meilenstein in der Bildungslandschaft Kärntens ist auch der 1. Oktober 2019. An diesem Tag begann offiziell das erste Studienjahr mit der Enthüllung der Universitätstafel der Musikuniversität. Damit erfolgte eine wichtige Erweiterung des akademischen Ausbildungsprogrammes in Kärnten.

 5 Minuten Lesezeit (602 Wörter)

Kulturreferent LH Kaiser: Kärnten kann stolz auf diese Universität sein – Mit Phantasie, Mut und Entschlossenheit gelang die Verwirklichung. Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Beisein von fast 500 Gästen wurde heute, Freitag, die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU) im Konzerthaus Klagenfurt offiziell eröffnet.
Seitens des Landes gab Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser den Anwesenden bekannt, dass er keine Festrede halten werde, sondern Freudesworte von ihm zu hören sein werden. „Der heutige Tag ist ein großer Tag für Kärnten und Klagenfurt. Er ist gleichzeitig ein Wimpernschlag im Bereich der tertiären Bildung, der Universitätsgeschichte und somit auch ein historischer Augenblick“, so Kaiser.

,,Ein sozialer, gerechter Zugang“

Der heutige musikalische Beginn des Festaktes, mit Verdis Overtüre „Die Macht des Schicksals“, passt für den Landeshauptmann auch zum gesamten Akkreditierungsprozess der neuen Musik-Privatuniversität. „Die gestrenge Akkreditierung der ‚Agentur für Qualitätssicherung‘ und der ‚Akkreditierung Austria‘ waren für mich, das Land und die Univerantwortlichen ein arbeits- und zeitintensiver Gewaltakt, der herausfordernd und nicht immer leicht war. Wir haben es dennoch geschafft, und nun haben wir diese Universität, die sich Privatuniversität nennen darf“, stellte er fest. Hervorgehoben wurde von Kaiser auch der Unterschied zwischen österreichischen Privatuniversitäten und den „Public schools“ im anglo-amerikanischen Raum. „Genauso wie im anglo-amerikanischen Raum „public schools“ keine öffentlichen Schulen in unserem Sinn sind, sondern teure Privatschulen, ist eine Privatuni nach österreichischem UOG eben keine „public school“ nach englischem oder US-Muster. Die neue Gustav Mahler Privatuniversität ist im Vergleich mit ihren 400 Euro Studiengebühren pro Semester preiswert. Damit soll weiterhin ein sozial, gerechter Zugang gewährleistet werden“, hob Kaiser hervor.

Eine Bereicherung für Kärnten

Ein wichtiger Meilenstein in der Bildungslandschaft Kärntens ist für den Landeshauptmann auch der 1. Oktober 2019. „An diesem Tag begann offiziell das erste Studienjahr mit der Enthüllung der Universitätstafel der Musikuniversität. Damit erfolgte eine wichtige Erweiterung des akademischen Ausbildungsprogrammes in Kärnten. Dass ist durchaus vergleichbar mit der Eröffnung der Alpen Adria Universität Klagenfurt vor 49 Jahren“, stelle er fest. Bundespräsident Alexander Van der Bellen gratulierte der neuen Musik-Privatuniversität mit einer Videobotschaft. „Sie bietet nicht nur eine Erweiterung der beruflichen Möglichkeiten in Kärnten, sondern auch neue Kooperationen im Kunst- und Wissenschaftsbereich im Alpen-Adria-Raum und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven“, so das Staatsoberhaupt.

Um die Kreativität der künftigen Absolventen, die ersten beenden 2021 ihr Bachelorstudium, macht sich Kaiser keine Sorgen. „Ich hoffe, das der Geist, die Lebensfreude und die Schaffenskraft des Namensgebers der neuen Universität, Gustav Mahler, zukünftig in diesem Haus walten wird“, schloss er seine Rede. An Roland Streiner, dessen Bescheidenheit hervorgehoben wurde, verlieh der Landeshauptmann das offizielle Rektor-Ernennungsdekret für die Privatuniversität.

Europäisch und international

Streiner beleuchtete mit einer Zeitreise die österreichische Musikgeschichte ab 1717. Er hob dabei auch die Gründung des Musikvereins in Klagenfurt im Jahr 1828, die Errichtung des Konzerthauses in Klagenfurt (1900) bzw. die Gründung des Konservatoriums im Jahr 1932 hervor. Die neue Musik-Privatuniversität stellte er als offene, europäische, internationale und interregionale Bildungseinrichtung vor. „Sie beherbergt 79 Lehrende, 30 Mitarbeiter in der Verwaltung und Studenten aus 17 Nationen“, so der Rektor. Sein spezieller Dank galt dem Landeshauptmann, der sich seit 2013 konsequent für die Privatuniversität einsetzte, und allen am Megaprojekt beteiligten Dienststellen des Landes.

Der Rektor überreichte am Ende des Festaktes an alle Festredner Originalpartituren der Komponisten Stephan Kühne, Thomas Modrej und Jakob Gruchmann, Das neunköpfige Ensemble Minui und Studierende der Gustav Mahler Privatuniversität umrahmten die Eröffnungsfeier mit musikalischen Beiträgen der drei Komponisten.


Kommentare laden
ANZEIGE