Zum Thema:

06.12.2019 - 11:54Gegen Konsum­wahn: „Wir brauchen kein (Spiel-)Zeugs!“05.12.2019 - 10:43Offener Brief an LH: „Herberge für Menschen in Not“04.12.2019 - 08:56Suchtgiftring zer­schlagen: 16 Personen ver­haftet03.12.2019 - 11:47Frauen­bildungsfonds: Für eine existenz­sichernde Zukunft
Leute - Kärnten
Entscheidend, ob man als Pendler mit den Öffis fährt, ist eine schnelle Erreichbarkeit des Ziels und wie häufig umgestiegen werden muss.
SYMBOLFOTO Entscheidend, ob man als Pendler mit den Öffis fährt, ist eine schnelle Erreichbarkeit des Ziels und wie häufig umgestiegen werden muss. © shutterstock 72702445

Einige Gemeinden ohne Anschluss:

Öffentlicher Verkehr: Pendler kommen meist nur schwer voran

Kärnten – Immer wieder wird von der Politik der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel gefordert. Laut Addendum hat in jedem vierten Bezirk in Österreich die Mehrheit der Bevölkerung keine rasche öffentliche Verbindung in die nächste Stadt - Villach Land sei hier betroffen. Doch wo sind die Schwachstellen der Öffis?

 3 Minuten Lesezeit (362 Wörter)

Wie viele meinen, ist der öffentliche Verkehr in Kärnten ausbaufähig. Doch wo liegen die Potenziale? Für Antworten auf diese Frage hat Addendum Datensätze (Basis: 2016) der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) analysiert und visualisiert. Damit sind einzelne Regionen besser vergleichbar. Sieben von zehn Österreichern erreichen innerhalb von 30 Minuten mit ein regionales Zentrum mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto. In einzelnen Bezirken war es aber nur ein Bruchteil davon.

ANZEIGE
Hier zeigt sich, wie gut die Gemeinden in Kärnten mit den Öffis verbunden ist.

Hier zeigt sich, wie gut die Gemeinden in Kärnten mit den Öffis verbunden ist. - © Screenshot Addendum

Pendlerweg in Kärnten

Auf ganz Kärnten hochgerechnet, konnten 58 Prozent der Kärntner innerhalb von 30 Minuten ein regionales Zentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Regional gibt es aber wesentliche Unterschiede. Laut Addendum kommen zum Beispiel in Villach Land nur 37,7 % der Einwohner innerhalb von 30 Minuten mit den Öffis in die nächste Stadt. Daher wird nach wie vor das Auto benutzt, um in möglichst kurzer Zeit am Ziel anzukommen. Den schnellsten Anschluss an die Landeshauptstadt hat, laut Analyse von Addendum, der Kärntner Zentralraum.

ANZEIGE
Diese Tabelle ist geordnet nach den Gemeinden, die die längste durchschnittliche einfache Wegdauer dieses Bundeslandes haben.

Diese Tabelle ist geordnet nach den Gemeinden, die die längste durchschnittliche einfache Wegdauer dieses Bundeslandes haben. - © Addendum

Auto wird vermehrt genutzt, wenn…

Entscheidet für die meisten Pendler ist, der zeitliche Faktor, mit dem die Arbeitsstelle erreicht werden kann. So fragen sich viele, ob sie mit dem Auto nicht wesentlich schneller am Ziel sind, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Statistisch nachweisen lässt sich laut Addendum, dass mehr PKW pro Einwohner in einem Bezirk gemeldet sind, je weniger attraktiv das Angebot der Öffis ist. Zusätzlich entscheidet bei der Wahl des Verkehrsmittels ist, die Anzahl der Umstiege bei den Öffis. Je öfter ein Umsteigen bei den Öffentlichen Verkehrsmitteln nötig ist, desto eher wird das Auto benutzt.

ANZEIGE
Diese Tabelle ist geordnet nach den Gemeinden mit der höchsten Auspendlerquote im Jahr 2017 und zeigt zur Referenz auch die langfristige Entwicklung. Alle Angaben in Prozent.

Diese Tabelle ist geordnet nach den Gemeinden mit der höchsten Auspendlerquote im Jahr 2017 und zeigt zur Referenz auch die langfristige Entwicklung. Alle Angaben in Prozent. - © Addendum

Wenn du mehr zu dem Thema wissen möchtest, kannst du bei Addendum ein interaktives Tool finden, über das du das Pendlerverhalten in deiner Gemeinde überprüfen kannst.

Kommentare laden
ANZEIGE